® Kar- neuen, 'ünfeld e3 Ge- 'empel er die

ur für halten Geld. ahlen. r sind s Heil Straf-

veiter. an der immer ıe Be- gebo- ahren. eben.

In Wiesniowiez wurden alle jüdischen Einwohner Opfer eines neuen Pogroms. Ein Arzt konnte sich mit seiner Frau und seinem Kind nach Zbaraz retten. Bre- ninger, ein schon vor vielen Jahren getaufter Jude, hatte den Arzt und seine Familie eine Nacht beherbergt. Viel- leicht fühlte er sich durch seinen neuen Glauben, der ja die Nächstenliebe predigt, hierzu verpflichtet. Er wurde von einem Nachbarn denunziert, und er und die, die er beherbergte, wurden nach Tarnopol eingeliefert und dort erschossen.

Die Angst vor einer neuenAktion wächst von Tag zu Tag. Wir wagen nicht mehr, in der Nacht unsere Kleider auszuziehen. In jedem Hause wacht einer, um die Straße zu beobachten. Überall baut man Bunker, um sich verstecken zu können. Die Menschen, gehetzt und den Tod vor Augen, graben sich wie Maulwürfe in die Erde. Unser eigener Bunkerbau war sehr schwer. Unsere baufällige Hütte steht auf einer kleinen Höhe und ist nicht unterkellert. Wir stanzten nun aus dem Fußboden ein Viereck gerade so groß, daß sich eine Person durchzwängen konnte. Das Loch wurde mit einem genau passenden Einsatzbrett versehen, so ge- schickt, daß bei geschlossenem Deckel niemand ahnen konnte, daß hier der Einstieg zu einem Versteck war.

Dann ging es an das Graben. Mit primitiven Werk- zeugen und Eimern machten wir uns an die Arbeit. Müh- selig mußte das Erdreich und der zähe Lehm aus dem Boden herausgekratzt werden. Die Angst trieb uns zur

93