NICHT DANKEN KONNEN
Was soll einmal hier mit mir geschehen? Ach, ich grüble nicht mehr drüber nach. Denn das beste wär', sich eingestehen: Soll doch kommen, was da kommen mag. Wenn die Stunden inhaltlos entgleiten, Fällt mir oft das Wort von Mozart ein: ,, Man muß geiziger mit seinen Zeiten Als mit seinem eignen Gelde sein!",
Ach, ich will ja daran nicht mehr denken, Denn ich seh' nur immer euer Bild: Möchtet mich so liebevoll beschenken, Daß im Geben sich das Sehnen stillt. Ja, ihr Lieben dort, ich seh' euch warten, Ob ich denn nicht endlich kehr' zurück. Könnte ich doch tragen eure harten Stunden, die betrüben euer Glück.
Dürfte ich erleichtern euren Kummer,
Den ihr täglich, stündlich um mich habt,-
Brächt' ich euch doch nur den sanften Schlummer,
Der nach langen Sorgen euch erlabt.
Ach, ihr seid so reich im Liebespenden,
Tragt das Leid in schweigender Geduld,
Doch kann ich den Dank euch niemals senden, Niemals euch begleichen meine Schuld!
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