Druckschrift 
Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
Entstehung
Seite
149
Einzelbild herunterladen

ze und er und Hand ch der uchten-

‚sanzug

1 Aus-

Hirsch, ch von

in star-

Ihnen,

‚Gut. icht des eifelnd.

Ja, ıch arbeite, sagte der Pater.

Arbeiten. Das Wort verdarb auf den Lippen des Gascogners und sein Blick fuhr über den Boden in einen Winkel der Kammer.

Ich schreibe, flüsterte der Pater und es klang wie eine Verkündung aus Welten, in denen das Wispern Melodie war. Über sein Antlitz zog ein strahlender Augenblick auf:Ich schreibe über die Ehre, Ar- beiter zu sein. Über das, was ich unter Euch erlebt und für Euch auszusagen habe.

Der Wachhabende trat hinzu und gab das Schluß- zeichen.

Der Pater umarmte den Bruder aus Frankreich .

Dank für alles, Pater Victor, flüsterte der Gas- cogner über die Schulter des Priesters und hing sich förmlich an ihn.

Hirsch gab die Hand, fest und ohne Worte, mit einem schmerzlichen Lächeln über die Trennung.

Die Drei verließen den kleinen Raum, in dem Besen, Schrubber und Eimer für gewöhnlich abgestellt wur- den. Der Wachhabende legte den Finger an den Mund und in seinen Äuglein blitzte es vor Spannung, ob seiner Anordnung auch nachgekommen würde. Er konnte auch nach der Treppe, nach den Gängen oder nach der Tür horchen.

Der Pater bot dem Gascogner nochmals die Hand, der spürte Papier an seinen Fingern und erwiderte den Gruß wie eine Klammer.

Schweigender Abschied stand in sechs Augen. Alle Nähe und Entschlossenheit waren darin, über Mauern. Widerstände, Fesseln und Grenzen hinweg. Aber das

149