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Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
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heit aufschrecken. ,, Jeden Moment können sie hier sein." Der Gascogner veranlaßte die Versammelten, die Kammer zu verlassen.

,, Ach, Pater Victor." Die Chefsekretärin sah aus verweinten Augen und aus leidvollem Gefühl auf den Priester und sah auf das heilige Band, das ihn wie ein Wimpel der Hoffnung schmückte. Ein Gedanke stieg ihr durch den Kopf. Ihre Augen wurden groß und starr. Sie griff nach dem Arm des Paters und umschloß ihn. Wie ein Sturzbach folgten die Worte hinterein­ander. Französische Worte, gellende Worte. Worte der Klarheit und Worte der Menschlichkeit. Worte der Nähe und Worte des Abschieds.

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,, Pater Victor, ich mußte herkommen. Ich weiß, daß es zwecklos ist. Soeben habe ich es erfahren. Pater Wenn ich es gestern Abend gewußt hätte, Victor, nicht wahr, Sie glauben mir, daß ich es nicht gewußt habe? Bitte, glauben Sie es mir. Sagen Sie es mir. Ich schwöre Ihnen bei allem, was mir heilig ist, daß ich nichts davon gewußt habe."

Der Pater sah auf die Chefsekreträin und sah auf den Gascogner, der im Hintergrund Zeichen machte. ,, Mein Fräulein, ich glaube Ihnen," sagte Pater Victor in seiner Muttersprache und behielt die ver­krampften Hände der Chefsekretärin wie ein Unter­pfand der Gewißheit und Bestätigung.

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Wirklich?" fragte sie voller Unruhe und ihre Augen flohen über die schmale Lagerstatt.

,, Kann ich etwas für Sie tun?" drängte die Chef­sekretärin und ihre Hände flatterten wie aufgeschreckte Vögel, die nach einem neuen Platz suchten.

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