,, Kind, muß ich es Ihnen sagen, daß nichts schlimmer ist, als zwischen den Fronten zu stehen? Bleiben Sie uns freundlich gesinnt, mein Fräulein!" Der Pater verbeugte sich wie ein Kavalier alter Schule. ,, Vielleicht kann ich Ihnen einmal aus Frankreich die Hand wiederreichen zum letzten Bunde der Zivilisation. Auch das wird nicht ohne Tränen, ohne Schmerzen gehen. Aber es ist die letzte Hoffnung für uns und für Europa . Es könnte nämlich sein, daß sich dann die Vorzeichen für das Schicksal unserer beiden Länder geändert haben." ,, Herr Gaillard...!"
Die Chefsekretärin schloß die Augen und krampfte die Hände. Sie überließ sich der Trauer und einer bangen Stille. Bewegten Sinnes lehnte sie sich an den Schreibtisch. Sie nahm den Klingelknopf wie ein Requisit des Schicksals in die Hände und gab das Zeichen weiter. Ihr Blick wanderte durch das Zimmer und hielt in der Ecke, wo sie Tee getrunken hatten, ihre Augen verschärften sich, sie sah die Briefe liegen und ging hinüber, um sie an sich zu nehmen. Ehe die Luftschutzwache auftrat, waren die Papiere in der Schreibtischschublade verschwunden.
Als sich der Pater verabschiedete, erkannte er das gewohnte Gesicht der Chefsekretärin wieder, die aufgeklärte Stirn, die ruhigen Augen mit dem leisen Verzicht und die verbindliche Haltung. In ihrem Grußwort auf deutsch splitterte es wie Glas, das in einem überspannten Rahmen gehangen hatte.
Durch die langen, leeren Flure mit wenig Licht ging es hinab. Schmale Treppen mit blauen Nachtlampen. die den Weg unwirklich machten.
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