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Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
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den guten Zweck, den Sie verfolgen. Bleiben Sie wach­sam. Das ist das Einzige und das Höchste, was ich Ihnen wünschen kann. Es ist die Tradition besten deut­schen Geistes."

Die Chefsekretärin sah auf den kleinen untersetzten Mann vor ihr, der so herzliche Worte fand, in der Sprache, die sie neben ihrer Muttersprache über alles liebte. Sie sah in die großen klugen Augen des Man­nes, der bescheiden dastand und für vieles eine Aus­sage und auch einen Ausweg bereit hatte.

,, Herr Gaillard?"

,, Ja, mein Fräulein?"

,, Ich wollte Sie nicht beleidigen."

Der Pater hielt seine Hand vor ihren Mund, als wenn er ihn zu schließen beabsichtigte. Er nahm ihre Hand und sagte: ,, Ich danke Ihnen wirklich."

,, Ich habe doch nichts getan, Herr Gaillard." ,, Sie haben mir Mut gemacht zu glauben." ,, Ihnen?"

,, Daß es Menschen in Deutschland gibt, die uns über die Barriere der Politik die Hand reichen, selbst wenn wir mit ihnen noch keinen gemeinsamen Weg be­schreiten."

دو

Warum nicht, Herr Gaillard?"

,, Erhalten Sie sich die Ehrfurcht, liebes Kind. Die Ehrfurcht vor den Menschen. Es ist das Einzige, was uns vielleicht aus dem Lavafeld dieses Krieges eine neue Welt aufbauen hilft."

,, Ja, Herr Gaillard. Aber warum verwehren Sie Ihre Hand?"

8 Mühr, Kontakte

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