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Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
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,, Alles ruhig?" fragte die Luftschutzwache den gäh­nenden Pförtner in der gleichen Uniform.

,, Ja," erwiderte dieser. ,, Du kannst dich einpacken." Werde ich tun," freute sich die Wache, die den Pater begleitete, mäßig.

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Sternenhimmel. Milde Luft, die dem Frühling ge­hörte. Atem der Erde, die sich bräutlich zu schmücken anfing und den zauberischen Duft ihres Leibes wie eine Schleppe um sich und nach sich zog. Thujabäume als dunkle Gestalten, die im Stelldichein verharrten.

Blitzender Stacheldraht. Dahinter stand eine schwarze Uniform mit Stahlhelm und geschultertem Gewehr wie eine Statue aus versunkenen Regionen. Die Wache für das Werk und die Arbeit. Wache für die Franzosen , Russen, Polen und Wache für die Deutschen.

Die Luftschutzgräben an den Baracken, deren Um­risse so hell schienen, sahen wie ausgehobene Massen­gräber aus, die auf ihre schweigsame Fracht warteten. Gräber für Franzosen, Russen, Polen . Gräber für die Deutschen. Gräber für alle und für eine lange Zeit.

Wortlos ging die Verabschiedung der Luftschutz­wache vor sich. Der Pater tastete sich durch den dunk­len Gang in seine Kammer.

Im Nebenraum brannten die beiden Lampen.

Der Pater entbehrte des Lichtes. Er fand im Gebet seine Sammlung.

Nebenan knallte ein Propfen. Die schwarze Uniform hatte Besuch, der eigentlich verboten war. Nun, das würde laut werden und lange dauern.

Auf seine Lagerstatt streckte sich der Pater. Drüben spielte man Katz und Maus um klingende Gläser.

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