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Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
Entstehung
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,, Macht nichts, Musjö," meinte die schwarze Uni­form und drängte zum Abmarsch ,,, das dauert heute nicht lange."

Sie durchquerten die Welt des Metalls, des Lärms und Rauchs. Klirrend trat der Polizist auf, der Mann neben ihm schlürfte in den Holzschuhen.

Auf die Hand am Revolver sah der Mann und fühlte sich selbst auf einmal so frei, daß seine Arme schwan­gen. Dann schmiegte er die Hände in stummer Be­herrschung ineinander.

Er begegnete dem Kameraden am Schraubstock, der in seiner heiteren Miene erstarrte, als die beiden daher­kamen. Aber der Mann neben der schwarzen Uniform grüßte ermunternd den stämmigen Gascogner.

In der Ecke der Halle standen die Werkbänke, an denen fünfzig Kollegen arbeiteten. Der Mann an der Seite der schwarzen Uniform sah erst Köpfe, dann Gesichter, die sich ihm allmählich zuwandten. Helle Gesichter, dunkle Gesichter, blonde Haare, schwarze Haare. Menschen, Kameraden, Kumpels, ob es Fran­zosen, Russen, Polen oder Deutsche waren. Freunde befanden sich darunter. O, welche Seligkeit, darum zu wissen, auch um jenen jungen Bauernsohn dort, der den Karren mit den Kolben in die Halle schob und der seine zahlreichen Pakete aus der Bretagne bis vor kur­zem nie geteilt hatte und auch heute noch sich schwer dazu entschloß. Aber seit einiger Zeit kam er und fragte, was Recht und Unrecht sei, was er zu tun beabsichtigte, damit es ihm schmeckte. Welche Hoff­nung für andere Landsleute ruhte in diesem Beispiel einer gewandelten Gesinnung.

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