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Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
Entstehung
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Die Sonne troff von erster Frühlingskraft. Sie blen­dete den Mann, der über vier Stunden unter dem blauen Glasdach gearbeitet hatte. Das schmale Erdstück zwi­schen den Hallen stand voller Pfützen, die Füße ver­sanken in lehmigen Boden.

,, Doktor, Sie verraten mich nicht?" fragte die schwarze Uniform und führte die Hand von der Re­volvertasche zum Arm des Mannes an der Seite hin­über, als wenn er ihn beschwichtigen wollte.

,, Verraten?"

,, Ich meine man nur so. Wir haben uns doch bisher ganz gut verstanden," polterte der Polizist in anbiedern­dem Ton herunter. ,, Ich kann nichts dafür, daß man Sie so oft holt, Doktor."

Sie betraten die nächste Halle, die bedeutend kleiner war. Früher war sie ein Lagerraum gewesen. Jetzt saßen jüdische Mädchen und Frauen an kleinen Tischen und sortierten Draht. Wie Tauben hockten sie in Grup­pen und drehten die Köpfe.

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Drei sieben neun Tische zählte der Mann im Arbeitsanzug, zwei Tische fehlten. Das waren acht Menschen. Ob sie wo anders arbeiteten?

Ein alter Werkmeister prüfte gerade die Ergebnisse unter den Arbeiterinnen. Als der Polizist in Schwarz mit dem Mann an der Seite vorüberschritt, flogen. erst die Köpfe hoch, dann duckten sie sich. Nur schmale Rücken und Hände, die so flink wie Ameisen über den Tisch liefen und dabei Arbeit leisteten, sah der Mann in der Begleitung.

Als sie die Halle verließen und über Wiesengelände dem hohen Drahtzaun zustrebten, der das Direktions­

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