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Mann, begann vorsichtig das linke Bein und das Fußgelenk zu untersuchen. ,, Ich werde den Stiefel aufschneiden müssen“, sagte er abschließend ,,, bei der starken Schwellung müßte ich Ihnen sonst zu starke Schmerzen beim Ausziehen verursachen." ,, Das tut nichts, Herr Doktor", erwiderte ich ihm ,,, die Schmerzen will ich schon aushalten, aber den Stiefel kann ich nicht entbehren, den dürfen Sie nicht zerschneiden." Er stand einen Augenblick überlegend. ,, Gut, ich werde Ihnen eine starke Morphiumspritze geben, auch dann wird das Abziehen des Stiefels noch schmerzen, aber es wird leichter zu ertragen sein." Er bereitete alles vor. ,, Bis die Spritze gewirkt hat, wird der Polizeibeamte Sie befragen, oder fühlen Sie sich zu elend dazu?" Ich erklärte, gern Auskunft zu geben über das, was ich wisse, doch sei das sehr wenig. Ich erzählte kurz, daß ich von den daß es sich Mittelsleuten der Schmugglerorganisation um eine solche handelte, setzte der Beamte ohne weiteres voraus keine Ahnung hätte, da alles durch mehrere mir unbekannte Menschen gegangen sei. In Singen sei ich erwartet worden. Ueber den Mann, der mich in Empfang genommen hätte, könnte ich nichts sagen, weil ich vor Aufregung nicht auf sein Aussehen geachtet hätte. Auf seinen Wunsch beschrieb ich kurz den Weg. Ich berichtete auch von dem ersten Fall auf dem Wiesenhang und dem Verlust der Handtasche, der mir sehr schmerzlich sei. ,, Nach Ihrer Erzählung muß man annehmen, daß Sie die Tasche noch auf deutschem Boden verloren haben, trotzdem werden wir morgen, früh nachsuchen lassen. Aber wir sind hier unmittelbar hinter der Grenze", erwiderte der Beamte. ( Inzwischen bekam ich die Nachricht, daß man sie nicht gefunden hat.) Er machte kurze Notizen, schrieb auch meinen Namen auf nach fast zwei Jahren wieder zum ersten Mal meinen richtigen Namen!- ,, Es ist ein Wunder, daß Sie sich nur das Bein und nicht das Genick gebrochen haben", sagte der Arzt kopfschüttelnd. ,, Sie sind über eine Und was fanzweieinhalb Meter hohe Mauer gefallen!
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