kunftsfroher. Ich hatte mir gewünscht, in privaten Bezirken zu leben, für mich, für Frau und Familie, abseits von Lärm und Getriebe, ruhig und friedlich, in der Schönheit und Fülle des Lebens. Jetzt bin ich in ein neues, unruhvolles Dasein hineingestellt, bin’ ein Teil jener Masse, die gezwungen wird, einen Weg aus dem Chaos zu finden oder zu verderben. Aufgaben sind zu erfüllen. Es gilt zu arbeiten und aufzubauen. Man fühlt sich von innen heraus ver- pflichtet, mitzuhelfen. Kann ich mich als Mitglied dieser Gemeinschaft eines verdorbenen und verlorenen, am Leben gefährdeten Volkes absondern, darf ich danach streben, in die Ferne zu entweichen, in ein besseres Leben zu flüchten? Im Paradies ein Leben ohne Sorge und Belastung, in Harmonie und Frohsinn zu führen? Ach, ich erkenne die Unabänderlichkeit der Gesetze des Lebens und der Entwicklung, der Zeit, in die einer hineingestellt ist.
Leise nur klingt mein Traum in mir an. Wehmütig ziehen Erinnerungen durch meinen Sinn, das Blut regt sich heiß und sehnsuchtsvoll in mir. Und ich lasse mir eine Hoffnung offen..In einem Winkel meines Herzens glaube ich an die Erfüllung meines Traums.
Vielleicht führt mich der unabänderliche Weg meines Schicksals doch einmal dorthin, wo die ferne Frau lebt, die Frau meiner Liebe.
Geliebte Frau!
Geliebte Welt!
Wartest du auf mich?
Ich warte auf dich.
Ich gehe hier, strebe, denke, glaube und arbeite. Ein Wartender, Suchender, Tätiger, ein Gläubiger und Vertrauender.
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