Im Jahre 1925, die Nachwirkungen von Krieg und Inflation lasten noch schwer auf Deutschland , die Not geht durch die Familien und zwingt ihnen einen unbarmherzigen Existenzkampf auf, wandert der damals 16 jährige Schlosserlehrling Max Wittmann, besessen von jugendlicher Abenteurerlust und vitalem Erlebnisdrang und entschlossen, sich irgendwie durchzusetzen, von seiner thüringischen Heimat durch die schönen deut schen Lande südwärts der Grenze entgegen. Ohne Paß, ohne Koffer, ohne Geld und ohne Empfehlungen geht er zunächst nach Österreich . Als Globetrotter ohne Rast und Ziel geht es weiter nach Italien , Frank reich und Spanien . Und immer weiter. Mit wachen Augen und offenem Herzen durchstreift er 19 verschiedene Länder. Alle Berufe ergreift und erfüllt er, wie sie sich bieten. Eine erstaunliche Sprachbegabung und Auffassungsgabe kommt ihm dabei zugute, ob als Schiffsheizer, Seemann , Koch, Linjere, Portier, Hotelsekretär, Dolmetscher oder Handelsvertreter. Er steigt unbekümmert auf der sozialen Stufenleiter auf und nieder. Keine Strapazen bleiben ihm erspart, er leidet Hunger und Durst, schmachtet gelegentlich in Gefängnissen, und dann schlürft er wieder die Kostbarkeiten des Daseins und erlebt die Schönheiten der Erde, teils allein, teils in Gemeinschaft. Ebenso buntbewegte Charaktere und Schicksale kreuzen seinen Weg. Er nennt sie bei Namen und Art. Und in ihnen wetterleuchtet manchmal die politische Spannung der Jahre vor dem Krieg. Wittmann bleibt wachsam für das Wertvolle und sich
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