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Gesicht. Beide blickten steif in die offene, scheinbar harmlose Miene dieses kecken Menschen, auf seinen langen, dunkelbraunen Hals, in dem ein Adamsapfel lustig auf und ab spazierte, auf seine starken, behaarten Schlosserhände.
,, Ablegen, die Jacke ablegen", brüllte der Sturmführer. Der Arbeiter zog seine Jacke aus und legte sie auf die Pritsche. Wieder sah er mit diesem verdammten Ausdruck wie erwartungsvoll von einem zum andern. ,, Der Führer hat völlig recht", sagte er dabei. ,, Der Erste Mai wird immer der schönste Feiertag für uns Arb" Weiter kam er nicht. Er fiel unter den Hieben, die von allen Seiten auf ihn einschlugen. Mit unglaublicher Behendigkeit riß er sich blitzschnell wieder hoch und stand. ,, Vier gegen einen, ein sonderbarer Sport für deutsche Heldensöhne", schrie er plötzlich mit einer lauten, höhnischen Stimme und hob die Faust. Ein furchtbarer Hieb von Steegers Stahlrute traf sein linkes Auge. Er wankte und fiel nach hinten um.
Edwin Steeger sah unwillentlich Hans Warnke an. Genau so war damals ihr Erster gestürzt, gewankt wie ein steifes Brett und steil nach hinten. Der Sturmführer, der in allem Klemm nachzuahmen suchte, gab dem bewußtlos Liegenden einen Stoß mit dem Stiefelabsatz. Er beschmutzte das saubere Hemd, das in Fetzen die Schulter entblößte, eine kraftvolle, gesunde Schulter.
,, Dem werden wir das Maulaufreißen abgewöhnen. So ein unverschämtes Aas", knurrte der Schlaksige. ,, Raus! Riegel vor! Wir haben noch mehr zu tun."
Eine Stunde später war das Viererkommando fertig. Die drei Burschen bekamen eine Stunde frei. Zum erstenmal, seit jenem ersten Verhör benutzten Warnke und Steeger eine Freizeit gemeinsam. Ohne ein Wort der Verabredung gingen sie, nachdem sie sich gewaschen und etwas ausgeruht hatten, miteinander auf dem kleinen Weg hinter der Pappel auf und ab. Wie es kam, wußte keiner von beiden: die Spannung der letzten Stunden wollte sich nicht lösen. Ein klumpiges Gefühl schwerer Unlust lag ihnen auf der Brust. Qual, Wut und
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