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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Von wem hängt die Entscheidung ab, Herr Leutnant?" ,, In Ihrem Falle bin ich dafür zuständig, Herr Dekan." ,, Darf ich noch eine Frage stellen, Herr Leutnant?" ,, Bitte sehr, Herr Dekan."

,, Wir beabsichtigen für morgen Abend eine Versammlung einzuberu­fen; würden Sie uns dazu die Erlaubnis erteilen?"

,, Leider geht das nicht. Erst muß die Neugründung der Liga Marburg bewilligt sein. Sonst geraten Sie ja wieder in dieselbe Sackgasse, aus der Ihnen die Amnestie gerade herausgeholfen hat. Amnestien kommen nicht alle Tage... Eine Woche früher oder später sollte doch keine große Rolle spielen."

Der Dekan versuchte zu erklären, worin die Schwierigkeit bestehe: ,, Es ist keine Mitgliederliste mehr vorhanden, die wir dem Gesuch zur Neugründung beifügen könnten. Andererseits ist es verboten, Mitglieder vor der Genehmigung aufzunehmen. Wie sollen wir die Sache in die Wege leiten, Herr Leutnant?"

,, Ich verstehe, Herr Dekan. Ich würde Ihnen raten, darauf hinzuwei­sen, daß Sie das Namensverzeichnis der Mitglieder nach der ersten Ver­sammlung beibringen wollen. Ich werde die Sache vertreten. So uner­bittlich, hartherzig und Haarspaltereien nachjagend sind wir Amerikaner doch nicht...", fügte er hinzu und verabschiedete sich mit verbind­lichem Lächeln.

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Der Dekan rief Professor Weber nicht an, sondern suchte ihn persönlich auf, um ihm über den Verlauf seiner Unterredung im A.H.M. zu berichten. Kaum waren die beiden im Gespräch, läutete das Telefon. Edgar Norgam verständigte seinen Freund, daß er mit Esther in das Lahnkino gehen wolle, in dem gerade der Film ,, Die Förster von Treis­bach" laufe. Webers sollten keineswegs mit dem Nachtessen warten... Der Professor war wegen dieser Nachricht nicht miẞgestimmt; denn nun konnten die beiden Gelehrten alle Maßnahmen ungestört bespre­chen, die zu treffen sie für richtig hielten. Das Gesuch an die Militär­behörde wurde noch am gleichen Abend geschrieben.

Zur Freude der Wissenschaftler traf sechs Tage später die schriftliche Genehmigung zur Neugründung der Marburger , Liga' ein mit gleich­zeitiger Bewilligung zur Einberufung der Gründungsversammlung.

Zwei Tage darauf fand das erste Zusammentreffen im Hotel, Hessi­scher Hof statt. Außer den beiden Gelehrten waren vierzehn Herren, über deren Gesinnung und Charakter die Veranstalter keinen Zweifel hatten, anwesend.

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