Der Angeklagte haßte die Nationalsozialisten, hat sie immer gehaẞt - auch noch, als er seinen Zorn gegen sie verbarg, aus Angst, eine Frau zu verlieren, die er liebte, der er sexuell hörig war... Dem Wunsche dieser Kohl, er solle Parteimitglied werden, fügte er sich aus Furcht, es nicht überleben zu können, wenn sie das Weib eines anderen würde.. Seine Erlebnisse mit ihr im nahen Walde lockten unwiderstehlich. Das mag dumm sein ja, es kann sogar krankhaft sein aber, es ist menschlich!
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Die Kohl wußte ihn zu überzeugen, daß nur der Eintritt in die Partei das Band zwischen ihr und ihm haltbar machen könnte.
Eine Kluft der Entfremdung mit seiner Familie öffnete sich. Er wurde Mitglied der Nationalsozialistischen Partei. So ist er der Hörigkeit erlegen... Katharina Kohl ließ ihm gar keine andere Wahl. Als Spielball in ihren Händen behandelte sie ihn wie einen Hampelmann." Nach längerer Rede kam der Gelehrte zum Schluß:
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,, Hoher Gerichtshof ich bringe nunmehr folgendes zur Kenntnis des Gerichtes: Nicht Heinrich Gercke hat den verhängnisvollen Dolchstoß geführt, sondern der SS - Truppführer Waldeck, der Liebhaber der Katharina Kohl... Sie war es, die, den entstandenen Wirrwarr ausnützend, den Dolch aus der Koppeltasche des Angeklagten riß und dem SS - Truppführer reichte. Ob das mit Vorbedacht geschah, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich überreiche hiermit die Akten des SS - Truppführers Waldeck, der wegen anderer Naziverbrechen seit etwa drei Monaten im Untersuchungsgefängnis zu Heidelberg eingeliefert ist..." Bestürzung im Saale...
,, Ferner bringe ich zur Kenntnis des hohen Gerichtshofes, daß Katharina Kohl sich mehrere Male des Meineids schuldig gemacht hat. Sie sagte unter Eid aus, daß sie Waldeck seit zwei Jahren nicht gesehen habe. Das ist unwahr! Ich habe einwandfrei festgestellt, daß sie ihn täglich auf dem Gute ihres Vaters sah, wo sie ihn verborgen hielt, bis ihm der Boden unter den Füßen zu heiß wurde und er floh.
Die Schilderung der Zeugin betreffs der Vorgänge im Lokal Spieß ist auch erlogen...
Bedenken Sie weiter die erbärmliche Handlungsweise dieser Katharina Kohl: Monatelang, während der Angeklagte in Untersuchungshaft sitzt, heuchelte sie den durch Gram gebrochenen Eltern Interesse und Anteilnahme vor, wobei sie in ihrem Innersten Heinrich Gerckes Verderben wünschte, um den Verdacht von dem wirklichen Mörder, ihrem Liebhaber Max Waldeck, abzulenken.
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