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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Weinen Sie nicht, gute Frau", tröstete sie Professor Weber ,,, und verlieren Sie den Mut nicht! Ich will alles tun, was in meinen Kräften steht."

,, Herr Professor, wir vertrauen auf Gott ", sagte Frau Gercke, sich die Tränen wischend ,,, wir sind arme Leute, und wir können nichts anderes tun, als zu ihm beten."

,, Gottvertrauen ist immer gut, wenn auch keineswegs alles damit getan ist... und nun: Wenn Sie irgend etwas in der Sache Ihres Sohnes erhoffen, dann müssen Sie mir alles sagen, was Sie wissen. Selbst was Ihnen unwichtig vorkommt, möchte ich erzählt haben. Sogar das, was gegen Ihren Sohn sprechen sollte, verheimlichen Sie bitte nicht. Als Ver­teidiger bin ich der Schweigepflicht unterworfen. Darüber können Sie unbesorgt sein..."

,, Ja, Herr Professor, wir wollen Ihrem Rate folgen. Aber kann denn niemand von uns Heinrich einmal besuchen?" fragte sie, ihre angst­vollen Blicke auf den Besucher gerichtet.

,, Ich war gestern bei ihm, Frau Gercke."

,, Bei unserem Heinrich?... Sie...?" bemerkte die Mutter wie ent­geistert. ,, In Jesus Christus Namen, Herr Professor, warum haben Sie mir das nicht gesagt?"

,, Wenn ich mit meinen Fragen zu Ende bin, will ich davon sprechen. Also jetzt zur Sache: Herr Gercke, ich bitte Sie, mir alles zu erzählen, dessen sie sich von seiner frühesten Jugend an bis zum Tage seiner Verhaftung erinnern... Krankheiten, Charakter, Religionsfragen usw., sogar über seine Bubenstreiche... Sollte Ihr Gedächtnis Sie im Stiche lassen, wodurch Sie etwas falsch darstellen, so bitte ich Sie, Mutter Gercke, um sofortige Richtigstellung."

Der Bericht der Eltern zog sich bis gegen drei Uhr hin. Der Rechts­gelehrte hatte so ziemlich alles, was zu ermitteln war, erfahren. Jetzt wollte er etwas anderes wissen... Über die Braut des Sohnes wünschte er noch nähere Auskünfte zu erhalten.

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,, Wie heißt die Verlobte?"

,, Katharina Kohl."

,, Was ist ihr Vater von Beruf?"

,, Ein Bauer. Er besitzt sechzig Acker Land, dreißig Morgen Wiesen und zwei Gemeindenutzen."

"

, Wie weit entfernt wohnt das Mädchen von hier?"

,, Etwa eine viertel Stunde."

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,, Glauben Sie, daß sie hierher käme, wenn man sie rufen lieẞ'?"

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