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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Herr Professor, in der Sache Heinrich Gercke muß ich Sie dringend sprechen. Könnten Sie um zwei Uhr bei mir sein?"

Der Gelehrte sagte zu. Da ist bestimmt etwas nicht in Ordnung, dachte er und konnte kaum die Zeit abwarten, bis er Eric gegenüber saẞ. ,, Herr Professor, zu meinem größten Bedauern kann ich Ihnen die Erlaubnis zum Besuche des Untersuchungsgefangenen Heinrich Gercke nicht geben, weil Sie als Rechtsanwalt gar nicht zugelassen sind."

,, Scll das heißen, daß ich nicht die Berechtigung habe, als Verteidiger aufzutreten? Denken Sie, daß ich jemals diese Aufgabe übernommen hätte, hegte ich den geringsten Zweifel, daß mir das Recht zur Aus­übung des Anwaltberufes fehlte?"

,, Aber Herr Professor, ich kann doch nicht den Bestimmungen zu­widerhandeln!"

Professor Weber war sehr bestürzt über diese unerwartete Schwie­rigkeit. Hauptmann Norgam versuchte, ihn zu beruhigen.

,, Ich bin überzeugt, Herr Professor, es wird sich ein Ausweg finden lassen... Das Hindernis ist ja nur ein formales, und es steht einwand­frei fest, daß Sie die erforderliche Befähigung besitzen..."

,, Dann sollte mir aber die Genehmigung nicht versagt werden!" ,, Die militärbehördlichen Bestimmungen sind außerordentlich strikt und schreiben vor, daß nur Anwälte mit Untersuchungsgefangenen spre­chen dürfen, und auch diese nur in Anwesenheit einer Überwachungs­person. Letztere Vorschrift ist in der Auslegung ganz und gar dem Sachbearbeiter überlassen das wäre nicht der springende Punkt..." , Was denn, Herr Hauptmann?"

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,, Wie ich Ihnen schon sagte, Herr Professor: das fehlende Anwalts­patent ist das Kernproblem."

,, Das könnte ich mir leicht beschaffen. Da ich alle Prüfungen abgelegt habe, ist dies mehr oder weniger nur eine Formsache."

,, Herr Professor, ich würde das nicht so ohne weiteres sagen. Die Militärbehörden müß.en erst die Genehmigung erteilen, was einige Monate dauern kann."

,, Dann bleibt kaum etwas anderes übrig, als daß ein anderer die Ver­teidigung übernimmt..."

Man konnte sehen, es war ein harter Entschluß für den Rechtsgelehr­ten, das auszusprechen.

,, Herr Professor, nun werde ich Ihnen sagen, was ich, als ich Sie bat, mich aufzusuchen, noch im Sinne hatte. Ich hoffe, daß Sie mich ver­stehen und meinen Vorschlag richtig auslegen. Ich wollte Ihnen empfeh­len, als Assessor in die Dienste eines Anwalts einzutreten und in dessen

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