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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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Vorschläge

sein Vater

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,, So lange zu warten, halte ich für ausgeschlossen. Wann darf ich in ihrem Büro vorsprechen?"

..Heute sind Sprechstunden von elf bis drei Uhr."

Professor Weber dankte, legte den Hörer auf und sagte, sich an seine Frau wendend:

,, Ich gehe jetzt ins Hauptquartier und werde in etwa zwei Stunden zu­rück sein..... gegen ein Uhr."

,, Jetzt ist es doch erst zehn Uhr."

,, Es dauert noch, bevor ich mich auf den Weg machen kann... die russi- rasieren.... die Post..... Vor elf komme ich nicht aus dem Hause." ,, Glaubst Du, daß es überhaupt Zweck hat hinzugehen?"

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,, Diese Frage kann ich erst beantworten, wenn ich zurück bin. Übri­chlug seine gens weißt Du, daß ich im allgemeinen nicht so optimistisch bin...." Er fuhr mit der Straßenbahn zu seinem Bestimmungsort. Nach sieben nicht Folge Minuten Fahrt war er am Ziel und wurde sofort vorgelassen.

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,, Mein Name ist Weber. Ich komme in der Sache Heinrich Gercke." ,, Haben Sie heute morgen hier angerufen?"

,, Jawohl."

,, Bitte nehmen Sie Platz, Herr Professor. Ich befürchte, Sie haben sich leider vergeblich hierher bemüht."

,, Das mußte ich in Kauf nehmen, Herr Hauptmann. Wenigstens wollte ich zu erfahren versuchen, ob es keinerlei Möglichkeit gäbe, die Warte­zeit für den Häftling zu verkürzen. Sie können sich wohl vorstellen, daß er sehr verzweifelt ist..."

,, Seine Verzweiflung rührt mich sehr wenig Nazis verdienen kein Mitleid."

,, Recht sollte doch auch für einen Nazi in Kurs sein, die Gesetze sind doch für alle gedacht... und, was das Mitleid anlangt, so mag jeder darüber denken, wie es ihm beliebt; denn...."

Der Offizier unterbrach den Gelehrten:

,, Das kann einer halten wie er will, Herr Professor. Übrigens- spre­chen Sie von deutschen Gesetzen oder von- wertvolleren?"

,, Herr Hauptmann, ich habe weder die Absicht noch die Macht, Ihre Frage geziemend zu beantworten. Ich möchte mich nur gegen beleidi­gende Äußerungen verwahren. Es kommt natürlich darauf an, ob man mich als Deutschen beleidigt, oder als Nazi....."( Blitzartig dachte er, daß sich diese Diskussion vielleicht nicht gut für Heinrich auswirken könnte.)

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