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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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wenn man ihn weder heiraten kann noch will. Bei den Juden spielt außerdem das Rasseproblem mit. Sie sind doch ganz anders als wir. Ich hätte nie in meinem Leben daran gedacht, eine Katholikin zu heiraten,

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.Du hättest also Mutter nicht gemocht, wenn sie keine Protestantin gewesen wäre?'

, Edgar, diese Frage kommt Dir nicht zu! Auf der Stelle sprichst Du Deinen Verzicht aus, Fräulein Randau zu heiraten oder ich werde die Konsequenzen ziehen. Was das heißt, brauche ich Dir wohl nicht be­sonders zu erklären. Bitte beachte meinen väterlichen Rat und laẞ ab von ihr! Wer von der Familie meiner Ansicht ist, erhebe seine Hand.' Sieben Hände erhoben sich.

Meine Schwester Irene wandte sich an Mutter:, Bist Du auf Edgar's Seite? Hast Du nicht mit abgestimmt!...

--

, Ich kann einer solchen Abstimmung keine Folge leisten, weil ich ein Kind, das ich geboren habe, um dessentwillen ich zu Gott betete: , Herr, laß das Kind gedeihen mit gesunden Gliedern, normal an Leib und Seele', behalten will. Ich kann und will nichts anderes..... Ihr alle seid so rasch bei der Hand im Aufgeben eines Wesens, das vom selben Fleisch und Blute ist. Habt Ihr kein Herz?' Sie weinte und schwieg. Vater klopfte ihr begütigend auf die Schulter und sagte:, Edgar muß vernünftig sein.....

Einer meiner Schwäger stand auf und erklärte ganz energisch:, Ein Kind muß geopfert werden; die Mutter hat die Wahl zwischen Sohn und Tochter, die meine Frau ist. Oder Edgar muß darauf verzichten, die Jüdin zu heiraten.'

Die beiden anderen Schwäger stimmten ihm zu. Vater nickte. Die Schwestern umarmten ihre Männer, zum Zeichen, daß sie sich mit ihnen solidarisch erklärten. Das Urteil war gefällt..... Und keineswegs zum Scheine....

Verzweifelt verließ ich das Zimmer.

Tags darauf ging ich zu Randaus. Esther war ausgegangen, um Ein­käufe zu machen. Ich erzählte Herrn und Frau Randau alles, was sich zugetragen hatte. Als Esther zurückkehrte, begrüßte sie mich herzlich und fragte:

, Waren Deine Eltern überrascht?"

, Ja', erwiderte ich.

, Edgar... auch glücklich..?"

, Das wäre zuviel gesagt, Esther.'

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