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- wer stand hinter mir? Das Mädel. Nun murmelte ich etwas Unsinniges. Sie mußte meine Verlegenheit gemerkt haben, hörte ich sie doch am Schalter sagen:, Loge, erster Rang'. Warum sagte sie so laut: Erster Rang'? Wahrscheinlich sollte ich es hören, fantasierte ich, wie das zu einem bis über die Ohren Verliebten paßt. Wir hatten unsere Plätze vorn im Parterre genommen, weil meine Mutter gerne nahe an der Leinwand saẞ...... Unter irgendeinem Vorwand sagte ich zu meiner Mutter:, Angenehmer würden wir im ersten Rang sitzen.. Aber auch dort zeigte sich keine Spur von ihr. Ach, dachte ich, sie hat mich wahrscheinlich absichtlich irregeführt. Warum wohl? Fürchtet sie sich vor mir? Ich habe sie meines Wissens doch nur einmal gesehen; das war seinerzeit in dem Bücherladen.
Einige Monate später besuchte ich einen Ball. Dort traf ich sie wieder. Ich wurde ihr vorgestellt:
, Herr Edgar Norgam- Fräulein Esther Randau."
Um es kurz zu machen, wir gewannen uns lieb und kurze Zeit darauf verlobten wir uns heimlich. Heiraten wollten wir erst nach meinem Referendarexamen. Sie bat mich nur, bei ihren Eltern offiziell um das Jawort anzuhalten.
, Laß mir etwas Zeit dazu, mir fehlt es noch am nötigen Mut'. Bei dieser Antwort mußte ich ganz rot geworden sein; denn sie lachte herzhaft. Nach zwei Wochen verkündete ich ihr:
, Esther, morgen ist der große Tag!!!....
,, Herr Randau und ich spielten eine Partie Schach . Als er mir gerade gardez bot, nahm ich die Gelegenheit wahr und sagte zögernd:, Herr Randau, ich bitte um die Hand Ihrer Tochter.' Er nahm den Zug zurück und fragte:
, Wie bitte?'
Ich wiederholte.
Nach der ersten Verblüffung meinte er:, Ich muß erst einmal mit meiner Frau sprechen und auch mit Esther. Solche Entschlüsse kann man so plötzlich nicht treffen. Als er sich wieder gefaßt hatte, fügte er lächelnd hinzu:, Viel Erfahrung auf diesem Gebiet scheinen Sie übrigens nicht zu haben, Herr Norgam.' Rot bis über die Ohren gestand ich: , Esther ist meine erste Liebe.'
Am nächsten Abend--so galt es zwischen ihm und mir vereinbart sollte ich wiederkommen und die Antwort haben....... Solange mußte die Frage offen bleiben.... Ich verweilte noch eine Stunde, in der ich die Gelegenheit wahrnahm, Esther über alles, was ihr Vater mit mir besprochen hatte, zu informieren.
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