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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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eine Ausnahme sein? Warum fühle ich mich hier so zu Hause? Nur weil meine Eltern hier als Gäste sind? Das kann unmöglich der ganze Grund sein. Die Webers mögen vielleicht am Ende doch gute, brave Leute sein. Aber dann wäre es ein Unrecht, alle Deutschen unter eine Lupe zu nehmen, dachte der junge Hauptmann der U.S.Army .

Frau Weber hatte die Bitte ausgesprochen, daß Frau Norgam etwas über das Leben in Amerika erzählen möge. Bevor Esther damit begann, entschuldigte sich der Professor wegen der Unterbrechung und zu sei­nem Freunde gewandt, sagte er:

,, Edgar komm! Wir zwei gehen hinauf, auf meine, Bude."

Lachend meinte Edgar: ,, Weißt Du, Karl, daß ich das Wort, Bude' seit dreißig Jahren nicht mehr gehört habe."

Oben angelangt, ergriff Edgar das Wort: ,, Also, einer von uns muẞ ja beginnen, seine Erlebnisse zu erzählen, so weit das möglich ist und den anderen interessiert. Weil ich nun derjenige bin, der den Brief­wechsel unterbrach, so laß mich zuerst auf die, Anklagebank'. Ich nehme mein Tagebuch zur Hand, denn es ist eine lange Geschichte." ,, Gut", erwiderte Karl,, aber nachher kommst Du wieder unters Publikum."

Lachend sagte Edgar zu und begann:

,, Einige Zeit, nachdem Du nach Paris abreistest, ging ich eines Tages in eine Buchhandlung, um Bücher zu kaufen. Mit dem Geschäftsinhaber hatte ich mich länger als notwendig unterhalten. Als ich mich gerade zum Gehen anschickte, betrat eine junge Dame das Geschäft. Sie gefiel mir so gut, daß ich mich Hals über Kopf in sie verliebte und nach irgend­einer Ausrede suchte, um zu bleiben. Darum fragte ich nach einem hal­ben Dutzend Büchern, die gar nicht existierten; dann sagte ich zu dem Verkäufer: Lassen Sie mich selbst einmal nachsehen, vielleicht finde ich in Ihrem Laden doch noch etwas, was mich interessiert. Ich sprach die Wahrheit. Natürlich dachte der Verkäufer nur an Bücher aber meinte das junge Mädel. Kein einziges Buch hatte ich mir angese­hen, sondern ich hielt von der Seite her meinen Blick nur auf meine Auserwählte gerichtet. Vielleicht sollte es so sein sie merkte es und verließ den Laden so schnell, daß, als ich ihr eine Minute später folgte ich konnte doch nicht fluchtartig den Laden verlassen, wenn ich keinen Argwohn erwecken wollte- weit und breit nichts mehr von ihr zu sehen war. Ich eilte die Straße auf und ab, jedoch wie vom Erdboden blieb sie verschwunden."

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,, Einige Wochen später ging ich mit meiner Mutter ins Kino. Dort kaufte ich zwei Karten an der Kasse. Als ich mich zu meiner Mutter

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