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Gestapo-Häftling 52478 aus dem KZ Oranienburg-Sachsenhausen / Bert Utsch ; Vorwort von Bert Irving ; Zeichnung des Buchtitels und der Bildeinlage von Max Pöppel
Entstehung
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Zimmer, in dem auch damals meine Verhöre stattgefunden hatten. Diesmal allein und nicht aus dem Untersuchungs­gefängnis Monte Lupich als vorgeführter Untersuchungshäft­ling, begleitet von Gestapo . Alles, was mir damals so geheim­nisvoll und unergründlich erschienen war, hatte jetzt etwas Leichtes. Das große, inwendige Gittertor vor der eigentlichen Aufgangstreppe, das sonst immer erst hochgezogen wurde, umständlich und herausfordernd, das Unausweichliche verkün­dend, war bereits hochgezogen. Ich ging die Treppe hinauf wie ein Besucher in einem Privathaus.

War dies alles so organisiert und bis ins Letzte durchdacht, um den Untersuchungshäftling einzuschüchtern und anderer­seits auf den freien Besucher einen möglichst harmlosen Ein­druck zu machen? Ich konnte es nicht enträtseln, aber es fiel mir auf.

Auch oben die Türen zu dem Sachbearbeiter, das kleine Vorzimmer, waren offen. Ich sah wieder das schöne, alte Möbelstück und den Kleiderständer, an dem das letzte Mal mein Mantel hing, als ich zum Transport nach Berlin zum Reichssicherheitshauptamt kommen sollte, wo meine Verhand­lung vor sich gehen sollte. Ich sah wieder diesen Kleiderstän­der, ich dachte an meinen Mantel. Ich besah meinen eigenen. Mantel, der nicht mehr derselbe war, und erinnerte mich an den alten Mantel, der diesem so absolut glich und doch nicht der gleiche war. Aber ich erinnerte mich auch noch einer an­deren Episode bei diesem letzten Verhör durch Transfeld, dem ich nun gleich wieder gegenüberstehen würde.

Es war damals auch Winter und ich hatte all die Gemein­heiten und teuflisch erdachten Schikanen hinter mir, die die­ser Transfeld mir zugefügt hatte, der mich bewußt in ein. KZ- Lager sandte, statt, wie er sagte, zum Reichssicherheits­hauptamt zur Verhandlung unter Beisitz eines von mir zu wählenden Rechtsanwaltes. Er hatte meinen Mantel genom­men und ihn während des Verhörs über die Dampfheizung gehängt und ihn mir dann gegeben mit den Worten: ,, Damit Sie es auch schön warm haben."

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