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Gestapo-Häftling 52478 aus dem KZ Oranienburg-Sachsenhausen / Bert Utsch ; Vorwort von Bert Irving ; Zeichnung des Buchtitels und der Bildeinlage von Max Pöppel
Entstehung
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machen, den Ring zu lösen. Dann ging es mit der Feile an den Ring und die Feile schonte auch den Finger nicht. Das waren die Hilfeleistungen der Herren SS! Blutige Finger, Schläge und grobe Anwürfe, das war die Trennung vom Ring des Treugelöbnisses!

Dann sah man wieder Tätowierte in allen Schattierungen und die sonderbarsten Darstellungen dieser Art könnte kein nautisches Museum in solcher Vielgestalt bringen, wie sie hier zutage kamen. Da war z. B. einer, der hatte, aufreizend dar­gestellt auf der vorderen Seite des Körpers, den Satz: Nimm mich Mady." Und auf dem Rücken hatte er mit frappieren­dem Raffinement die Merkmale eines weiblichen Busens dar­gestellt und darunter stand: ,, Nimm mich Bubi." Diese Täto­wierung gab natürlich Anlaß zu einer besonderen Attraktion mit diesem Typ aus den letzten menschlichen Niederungen und es kam zu tollsten Schauspielen. Jeder Mensch anders! Jeder Mensch: hier Zivil, hier Zebra des KZ!

Die Freiheit winkt.

Man wartet ohne Klage, ohne Ungeduld, und doch kreist das Denken immer um das gleiche Problem, um das sich hier im Lager alle Gedanken drehen, von dem jeder spricht, an dem man sich verzehrt und auf das doch jeder seine Hoff­nung setzt: Wann werde ich frei?

Die Schwären und Eiterbeulen gingen nach der Schweiß­drüsenoperation langsam zurück. Das Kopfhaar wuchs wie­der und bei den Prominenten von der Effektenkammer war man etwas großzügiger, man übersah eine gewisse Haar­länge. Und wenn mich dann manchmal einer fragte: ,, Wieso kommt es eigentlich, daß Du immer lachst?", so hatte ich keine rechte Antwort darauf, aber im Innern dachte ich, daß der, der alles weiß, es wohl auch mit mir zum Besten fügen werde.

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