Fronten von den militärischen Führern gefordert wird, für ihre SS - Divisionen zur Verfügung stellen. So sind es jetzt weniger SS - Leute, die uns bewachen und verwalten. Wenn sich dieser geringere Personalaufwand einmal im Lager durchgesetzt haben wird, dann bekommen wir zweifelsohne wenigstens hier im großen Lager eine gewisse Erleichterung zu spüren und da hast Du ganz recht mit Deiner Beobachtung. Aber frage mich nicht, was noch alles kommen wird, bevor das Kartenhaus zusammenbricht."
Massenzugänge.
Bei Ankunft neuer Häftlinge war in dieser Zeit der Vorgang so, daß die Häftlinge vom Tor in die hinten im kleinen Lager gelegenen Blocks der politischen Abteilung geführt wurden, die von den Häftlingen selbst betreut wurden und ein Unterorgan der eigentlichen politischen Abteilung waren. Hier wurden sie dann in Empfang genommen, hier wurde die provisorische Personalaufnahme vorgenommen und den Häftlingen ein kleiner Karton mit der Häftlingsnummer übergeben. Dann kamen sie vom Aufnahmeraum in einen anschließenden Raum, in dem sie von der Häftlingskasse bearbeitet wurden. Hier mußten sie nun ihre Wertsachen abgeben, ihre Wertpapiere und Wehrpässe. Diese wurden laufend nach der Nummer in die entsprechenden Bücher eingetragen. Hier Wertsachen, hier Wehrpapiere! Dann begann anschließend das Vorbeipassieren an den Häftlingen, die der Effektenkammer angehörten. Hier mußten sie ihre Kleider abgeben und auch ihre sonstigen Sachen, wie Prothesen, Gebisse usw., hinterlassen. Dann standen sie splitternackt, wie von Gott geschaffen, im KZ.
Als erstes wurde dann der Kopf kahl geschoren, dann wanderten sie in den Raum der ,, Entlausung" und hier wurden die
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