übrigen Haare vom Körper entfernt, worauf besonders streng bei Zugängen von Angehörigen der Ostvölker geachtet wurde. In den Brausestuben wurde exerziermäßig geduscht und weiter ging es in den anschließenden Raum zu einer schnellen ärztlichen Besichtigung, bis dann endlich im gleichen Block oder in dem sogenannten Aufnahmeblock die Lagerkleidung und Holzpantinen empfangen wurden.
An diesem ganzen Vorgange hatte ich als Mitglied der Häftlingskasse Anteil. Arthur teilte uns ein. Wieder stehen Zugänge vor dem Tore. Es sind mindestens 400. Alle Bücher und Unterlagen werden zusammengesucht. Hier die Listen für die ausländischen Währungen: für französische Francs, russische Rubel und Tscherwonzen, für tschechische Kronen, für Dinare, für das Geld der Italiener, die Lire, und genau so für holländische Gulden, norwegische Kronen, belgische Francs, und nicht allein für ausländische Währungen, auch für Wehrmachtsscheine und für Lagergelder. Dann die Bücher für Wertsachen und Wehrpapiere. Dies alles nahm ein umfangreicher Kasten in sich auf und es gehörte noch mancherlei dazu, was erforderlich war, um die ankommenden Häftlinge abzufertigen. Da waren die sogenannten Werttüten: einfache Umschläge, auf denen schon vorher mit dickem, rotem Tintenaufstrich die Stelle gekennzeichnet war, auf welche die Häftlingsnummer zum späteren leichteren Herausfinden einzutragen war. Dann war das Schreibmaterial noch mitzunehmen und so ausgerüstet zog ich mit meinem wegen der Operation abgestreckten Arm zu dem Aufnahmeblock.
99
, Entlausung".
Dieser wurde einfach die ,, Entlausung" genannt. Ich mel-. dete mich ab ,, zur Entlausung" und damit wußte der SS- Oberscharführer, daß ich wegen Neuzugängen meine Arbeitsstelle verließ.
109


