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Gestapo-Häftling 52478 aus dem KZ Oranienburg-Sachsenhausen / Bert Utsch ; Vorwort von Bert Irving ; Zeichnung des Buchtitels und der Bildeinlage von Max Pöppel
Entstehung
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Es hatte sich herumgesprochen, daß im Lager Homosexuelle seien, und nun wurden ganze Paare der angeblich Männlein und Weiblein spielenden Häftlinge entlarvt.

Man hatte festgestellt, daß sich die sogenannten Frauen mit Büstenhaltern und anderen Dessous behingen und sich mit den Männern in Verstecken ihrer Lust hingaben; nun folgte die Bestrafung für die vom Lager selbst eingerichtete Ver­gnügungsstätte.

Die Opfer waren meist ahnungslose junge Menschen, die Täter waren durch lange, lange Jahre in falsche Bahnen ge­lenkte, stark sexuelle Triebmenschen, die einen Ausweg such­ten. Die wirklichen Verbrecher dabei waren die SS - Menschen, die sich noch ein ergötzliches Spiel aus dem Leid der Men­schen machten und die auf diese Weise gesuchten und gefun­denen Opfer verrieten und bestraften.

Kein sonderbarer Zufall war es, daß der Vorschlag von einem SS kam, der selber Häftling war und als Häftlings­ältester seinerzeit figurierte. Als dieses ganze Spiel seine höchsten Blüten trieb, dem das Ende folgte, stellte sich gleich­zeitig eine großangelegte Korruption heraus, die dieser SS­Häftling zusammen mit den SS - Beamten des Lagers angestellt hatte.

Das Lederkommando entdeckt Schätze.

Dieser Lagerälteste Ludwig hatte natürlich Zutritt zu allen Kommandos und so auch zur Abteilung, die die Kleider der verstorbenen Häftlinge auf ihre weitere Brauchbarkeit be­arbeitete, und zu den sogenannten Ledertrennern, die die Schuhe auseinanderschnitten. Dieses Kommando, das an sich unter strenger Aufsicht arbeitete, brachte große Schätze an Banknoten aller Herren Länder, an Münzen in Gold und Sil­ber, an Edelsteinen und sonstigen Pretiosen zutage, die man in den Tausenden und Abertausenden von Kleidern und Schu­hen eingenäht und eingearbeitet fand. Notgelder und Not­groschen der Ausländer und Juden, die damit ihre letzte Habe

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