Bich
e ich.
e
die
einen
n von t im
men; sonal
estapo
eben
auten
Jacke
- eine
üttelt lagen.
enst."
keine
ir die
böser
estapo
tsame
jenen als t, daß tehen:
ochen
der im
genen
sagt politi
bereit,
Ich fühle mich so krank, daß mir der Rauch des selbstgezogenen Tabaks vor den Augen flimmert und fuselt. Um wieviele dänische Gefangene handelt es sich?"
,, Vorläufig dreihundert. Es treffen aber laufend neue Transporte ein." ,, Ich habe bereits vierhundert norwegische Gefangene. In einem halben Jahr ist außerdem mein Physikum fällig. Und ich bin krank." Kalter Schweiß steht mir auf der Stirn. Es ist zuviel. ,, Es geht nicht, Herr Oberinspektor!" ,, Schade!" antwortet er kurz. ,, Der Chef hatte Sie schon dem Generalstaatsanwalt für diese Aufgabe vorgeschlagen
"
Dreihundert dänische Gefangene! Der Tag fällt mir ein, als ich zum erstenmal in Dänemark war. Durch die Gastfreundschaft, dieses Landes faßte ich den Entschluß, Dänisch zu studieren und Dolmetscherin zu werden. Warum zaudere ich noch? Bin ich darum damals nach Dänemark gekommen, um heute diesem Land, dem ich soviel verdanke, meine Hilfe zu versagen? Es geht, es muß gehen.
,, Vielleicht wird es nicht mehr so lange dauern," sagt der Oberinspektor vorsichtig. ,, Die paar Monate--
Mein Blick geht zum Kalender. Vor kaum einem halben Jahr saß ich zum erstenmal in diesem Arbeitszimmer und dachte: Nur noch ein paar Monate
Diesmal sind wir bei Kolp. Willis Bahnhofsrestaurant ist montags geschlossen. Ich hätte heute in der Anatomiebaracke präparieren müssen. Ich bin aber trotzdem gefahren. Es ist meine erste Reise mit dem dänischen Seemannspfarrer, erst am Rendsburger Zug haben wir uns kennengelernt. Erkennungszeichen? Meine hellbraune Mappe.
Kolp selbst bringt den Kaffee. Er stellt ihn uns verärgert hin. Auch heute hat er auf sein ,, Heil Hitler" keine Antwort erhalten. Der Pfarrer holt mehrere Päckchen hervor und legt sie vor mich hin. ,, Für Sie!" sagt er, als ich ihn erstaunt ansehe. Dabei sieht er verlegen beiseite. In den Päckchen sind Brote, belegt auf dänische Art, ungewohnter Anblick!
Erst viel später erfahre ich, warum der Pfarrer geglaubt hat, er müsse mich mit Frühstück versorgen. Als er den norwegischen Pfarrer fragte: ,, Wie ist die Überwachung?" kam es lakonisch zurück: ,, Überzeugen Sie sich selbst." Dann hatte der norwegische Pfarrer noch hinzugefügt: ,, Sie müssen eine Aktenmappe voll gut belegter Brote mitnehmen!" Und als der dänische Pfarrer ihn ungläubig ansah, versicherte er: ,, Doch, doch! Die Dolmetscherin erwartet das so. Sie hat immer Hunger-."
,, Was machen wir nun mit den vielen Broten?" frage ich den dänischen Pfarrer. Der Zug war noch nicht an den Trümmern vorbei, da haben wir schon gegenseitig entdeckt, daß wir eines Sinnes sind.
Die Liste, die ich bei Kolp aufstelle, ist lang. Keiner der Dänen hat noch Besuch bekommen. Wir müssen uns beeilen. ,, Und Ihre belegten Brote bekommt dieser hier!" Die Bleistiftspitze tippt auf einen Namen, der möglichst
203


