Sie sitzt mit ihren Kindern im Keller. Sie kauern sich zusammen. Die Wände beben, von der Decke fällt Draußen rauscht und tost es.. Mörtel. Die Kinder kuscheln sich so eng an die Mutter, als müsse ihre Nähe ihnen Geborgenheit geben.
Die Frau aber zittert. Sie ist allein mit den Kindern, ganz allein auf der Welt. Der Keller ist brechend voll. Neben ihr sind Menschen. Aber jeder hat nur ein kleines Plätzchen und wenige Menschen, die er liebt. Die anderen sieht er nicht, und wenn sie auch neben ihm stehen!
Die Frau hält ihre Kinder umfangen. Als aber das Rauschen aufhört und es draußen unheimlich raschelt und knistert, fangen sie an zu weinen. Sie rufen: ,, Mutter, wir haben Angst!"
Über das Gesicht der Frau rinnen Tränen. Sie preßt die Kleinen noch fester an sich. Die Hand tastet nach der Tasche. Sie öffnet sie. Die Finger gleiten über die glänzende Seite eines Bildes. Sie nimmt es heraus und drückt es gegen die glühende Stirn.
Auch im Dunkel sieht sie das ruhige Lächeln, die lieben Augen, die sich für immer geschlossen haben. Er fiel schon in den ersten Tagen des Krieges. Die Frau und die Kinder sind allein im Rauschen, im Knistern und Knacken der darauffolgenden Stille.
Da
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ein Aufschrei: ,, Es brennt!"
Ein Stöhnen geht durch den Keller. Noch einmal ein wilder Ruf: ,, Phosphor!"
Das Stöhnen wird zum unsinnigen Stampfen. Sie drängen nach der Tür, doch Rauch schlägt ihnen entgegen.
Die Menge dreht sich und reißt die Frau und die Kinder mit. Sie schieben und stoßen sich durch die Mauerdurchbrüche. Zwei Häuser weiter ist der Ausgang noch frei.
Die Frau zerrt die Kinder mit sich. Die Hand hält den Griff der Tasche krampfhaft umschlossen; darin sind die letzten Briefe des Mannes, Lebensdas Granatarmband der mittelkarten und das Geld. Und der Schmuck Mutter und die Brosche, die er ihr zur Verlobung geschenkt hat.
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Aus dem Dunkel wird grelle, glutrote Helligkeit. Geblendet schließen sich die Augen. Tosend schlagen die Flammen aus den Häusern ringsum. Die Frau denkt nichts, denn die sengende Hitze dörrt die Gedanken Doch dumpf empfindet sie: Ich verlor den Mann; ich verlor das Sie sieht auf die Kinder. Heim, aber noch habe ich euch!
aus.
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Sie will mit ihnen davoneilen, doch da stockt ihr Schritt, als ob ihr noch etwas einfällt.
Suchend sieht sie sich um. Wohin mit der schweren Tasche? Und was mit den Kindern?
Ein Mann kommt vorbei. Er ist in brauner Uniform; die silberne Mütze, glitzert. Es ist ein politischer Leiter. Sie hält ihm die Tasche bittend ent
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