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Nie allein sein können. Über sich, neben sich Menschen! In einem kurzen, rasenden Augenblick durchschießt es Holger: ,, Flucht!"
Flucht! Es reißt, es schleudert ihn fort. Er jagt über die braune Erde. Hinter sich ein fletschendes Maul, ihm in schnellem Lauf auf der Spur. Wie der Speichel trieft, wie die scharfen weißen Zähne glänzen! Er hört die Rufe des Kalfaktors. Schüsse da das Blut steht still. Die Beine versagen. Sie sind gelähmt. Wie angenagelt steht er da. Das wild jappende Tier kommt näher. Und er steht, er ringt, er kämpft. Die Beine machen nicht mit--- da
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Ein gellender Pfiff! Die Beine die Beine! Noch halb im Schlaf reiẞt Holger die Beine über die Pritsche. Sie stoßen gegen die scharfe Kante. Die schwarzen Gardinen rollen hoch. Durch die schmutzigen Scheiben fließt graues Morgenlicht.
Die Kalfaktoren rennen durch die Gänge. Wo sich die Stiefel nahen, springen die Männer von den Pritschen. Holger fällt fast besinnungslos gegen den Pfosten. Vor ihm, neben ihm jagen zerlumpte Gestalten wie besessen auf ein Ziel.
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Nicht zur Waschkumme oder zum Kübel! Es ist das Spind. Sie reißen es auf. Halb umnebelt sind noch die Augen. Sie suchen und tasten im Fach. Da ist es ein Röllchen Priem! In rasender Hast gleich Verhungernden umwickeln sie es mit Papier . Sie greifen zu einem Kästchen. Darin ist die Lunte; der Feuerstein wird angeschlagen. Dann halten sie mit gieriger Hand die ,, Tüte" gegen die glimmenden Fasern.
Die Tüte ist die Zigarette aus Priem und Papier! Gift für die Lungen, aber sie brauchen die Tüte, sie brauchen Betäubung.
Zwei starke Züge aus der Tüte. Dann taumeln sie wie Betrunkene zurück zu den Pritschen, zu den Kübeln und zu den Kummen zum Waschen. Holger wendet sich um. Er zerrt an Reidars Schulter, nimmt seine Beine und zieht sie über die Kante. Er hebt die schwache Gestalt herunter. Reidar schwankt. Die Augen sind glasig.
,, Hast du noch Priem, Holger? Nimm ihn und bestich Ibel."
Doch Holger schüttelt den Kopf. Das Spind ist leer. Er hat schon am Sonntag Brot für den Priem getauscht. Und Pelle und Reidar? Beim letzten ,, Einkauf" hat Ibel ihren Priem zurückbehalten. Die Arbeitsleistung war zu gering.
Die Tür wird aufgeschlossen. Schwappende Eimer werden hereingetragen. Sie drängen sich um die braunschwarze Jauche, halten die ausgestoßenen Zinnbecher hin. Sie trinken hastig in kleinen Schlucken. In den müden Gesichtern liegt grauer Ekel. Langsam und gründlich mahlen
die Zähne das Brot.
In einer Ecke steht Ibel und flüstert mit einigen Gefangenen. Holger wartet abseits. Er sieht, wie sich die Hände der Gefangenen in Ibels Hand schieben, Bestechung, Bestechung! Er kommt mit leeren Händen.
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