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Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands : Häftling Nr. 59 000 erzählt von dem Schicksal der 10 000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischowitz, Buchenwald / Rolf Weinstock
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wußten, daß die Zeit kommen würde, in der die SS. - Bandifen freiwillig wie­der aus ihren Schlupfwinkeln hervorkriechen würden. Sie hatten den Hunger noch nicht kennen gelernt, doch sie würden ihn kennen lernen.

Wahrhaft schandhaft, wahrhaft feige rückten diese gewissenlosen Bestien als Gefangene in das Lager ein. Von allem Heldensinn, von allen Worten, sie würden es den Feinden schon beweisen, war ihnen nichts mehr anzu­merken. Stumm und ängstlich standen sie da und wurden bewacht. Diese Kreaturen eines Henkers und Massenmörders.

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Das amerikanische Sanitätskorps bei der Arbeit

Schon einige Stunden nach unserer Befreiung trafen amerikanische Sani­tätsoffiziere mit einem Stab Personal im Lager ein. Sofort wurde eine groß­zügige Hilfsaktion in die Wege geleitet. Die erste Sorge galt den 900 zum übergroßen Teile verwaisten Kindern. Auch die zum größten Teil unter­ernährten Häftlinge wurden von dieser Hilfsaktion erfaßt. Das amerikanische Sanitätskorps wurde von Oberst William befehligt. Auf schnellstem Wege wurden alle erforderlichen Arzneien und die dringend benötigten Verbands­mittel herbeigeschafft, um zunächst einmal so schnell wie möglich die Sterbe­ziffer zu erniedrigen. Dieses letztere war selbstverständlich trotz aller Hilfs­magnahmen nicht so rasch, wie man es wünschte, zu erreichen. Es befanden sich eben schon viel zu viel Häftlinge in einem Zustand der Hoffnungslosig­keit. Es gab ja in unserem Kreise Häftlinge im Alter von 30 bis 50 Jahren, die nur noch ein Gewicht von ca. 25 Kilogramm aufwiesen. Für diese Menschen bestand natürlich keine Hoffnung mehr, sie am Leben zu erhalten. Nur ein geringer Trost war es, der diesen armen Menschen noch Freude gab, den Tag der Befreiung erlebt zu haben.

Aber auch für die sogenannten Gesunden" wurde gesorgt. Eine allge­meine Entlausung wurde durchgeführt. Jeder mußte baden und dann wurde jeder einzeln gewogen. Die sich ergebenden Gewichtszahlen waren gerade­zu erschütternd. Ich wog noch 38 Kilogramm. Auch für mich war es also höchste Zeit gewesen, von den SS. - Bestien befreit zu werden, denn ich war bis zum Skelett abgemagert.

Jeder Häftling bekam neue Wäsche, die aus den in Weimar erbeuteten Wehrmachtsmagazinen stammte. Außerhalb des ehemals mit 5 000 Volt ge­ladenen Stacheldrahtes, in der Nähe der ehemaligen SS. - Kasernen, waren drei Baracken mit neuen Mänteln, Hosen und Jacken bis unter die Decke ge­füllt. Im Winter hatte man Tausende von Häftlingen mit den Worten er­frieren lassen, es seien keine Anzüge und Mäntel da, und mit einem Male fand man Anzüge und Mäntel in Hülle und Fülle. Auch dieses Verhalten dürfte beweisen, daß die SS. - Soldateska mit Absicht die Ausrottung der Häftlinge erstrebte. In einer weiteren Baracke waren bis oben hin seidene und wollene Damenkleider aufgestapelt, die von Auschwitz mit nach Buchen­wald gebracht waren. Es handelte sich bei diesen Kleidern um die Kleider von Vergasten. Aus diesen Kleidern hätte man uns Fußlappen anfertigen lassen können. Mit Handschuhen, die jetzt vorgefunden wurden, hätte man ein ganzes Warenhaus ausstatten können.

Wie hatten wir uns im Winter gegen die bittere Kälte schützen müssen. Wir wußten nicht, wie wir die Finger rühren konnten. Unsere Finger waren dick geschwollen. Und hier lagen Handschuhe in allen Größen, für Männer und Frauen, zu Tausenden von Paaren in einer Baracke.

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