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Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands : Häftling Nr. 59 000 erzählt von dem Schicksal der 10 000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischowitz, Buchenwald / Rolf Weinstock
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Es war eine Sklavenarbeit. Aber wir, die wir am längsten zusammenge­halten hatten, die wir Leid und Qualen in gleicher Weise über uns ergehen ließen, wir schwuren uns:" Wir wollen durchhalten!"

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General Hunger

Das Hauptgesprächsthema eines jeden Häftlings im Lager war die Essens­frage. Wohl ganz natürlich. Es war ja das einzige, womit wir unser Leben erhalten konnten. Wir wollten leben,-- es war unser sehnlichster Wunsch, den Nationalsozialismus zu überleben. Wir wollten erleben, ob es eine Ge­rechtigkeit auf Erden gibt. Und so müssen die lieben Leser schon entschul­digen, wenn ich auch einmal den General Hunger" hier zitiere, zu einer Zeit, wo sich der größte Teil aller Deutschen in einer durch die Ver­hältnisse bedingten Notlage befindet wie nie zuvor.

Die Frage Hunger ist jetzt eine allgemeine Frage geworden, jedem Deut­schen verständlich. Aber ich muß dennoch darüber schreiben, denn unsere Qualen und unser Leben wäre nicht restlos dargestellt, wenn ich diese Frage, die zu unserer Zeit nur uns betraf, hier übergehen würde.

Beim Aufstehen schauten wir uns an und fragten, es bedurfte dazu keiner Worte mehr, wir hatten uns eine Art Zwecksprache" zugelegt,-- gibt es alies oder frisches Brot?-- Gibt es heute Margarine oder gibt es nichts?-- Was gibt es überhaupt? Es waren die gleichen Fragen, die sich heute jede Hausfrau zehnmal am Tage und mehr stellt. Gibt es Krauf oder Rüben, mit viel Wasser oder wenig?

Die lieben Leser werden meinen, das seien alles so belanglose Fragen, diese Fragen könnten einen so geistigen Tiefstand verraten, denn der Mensch hätte doch sicherlich noch anderes zu denken, er dürfte sich nicht ganz zum Vieh herabwürdigen, das vom frühesten Morgen bis zum späten Abend nichts anderes sucht als Futter.-- Richtig!-- Ich stimme mit den Lesern vollkommen überein. Aber, bedenkt doch einmal! Was waren wir Häftlinge denn? Standen wir denn nicht noch unter dem Vieh? Die Tiere, sie wurden ausgewertet, nach der Arbeit schonte man sie, man pflegte sie, man tätscheite und liebkoste sie. Die Menschen wußten, was sie von ihrem Vieh" zu erwarten hatten. Wohl nutzten die Menschen die Tiere aus, aber nur soweit, daß es mit dem Daseinszweck der Tiere übereinstimmte.-- Und wir? Erfüllen wir einen Daseinszweck? Waren wir nicht von der Welt und von Gott verlassen und vertierten menschlichen Bestien zur Befriedigung ihrer sadistischen Wollust überlassen?

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Hatte man in uns nicht alles Geistige getötet? Mußten wir nicht immer wieder schweigen?

Ein Hund beißt, wenn er ungerecht bestraft wird, ein Pferd verweigert die Arbeit, wenn es brutal behandelt wird,-- und alles Nutzvieh, das unserer Ernährung dient, rächt sich gegen schlechte menschliche Behandlung dadurch, daß es seinen Daseinszweck garnicht, oder nur recht mangelhaft erfüllt.

Und wir? Wir wurden angeschrien, angebrüllt, wir waren Nummern, wir hatten keinen Namen mehr. Jedes Pferd, jeder Hund, jedes Stück Groß­vieh im Stall, hat einen Namen. Man gibt den Tieren einen Namen, den die menschliche Zuneigung eingibt, man legt in den Namen Freude hinein, Liebe, Güte,-- obwohl das Tier nur seinen Art"-Namen hatte, als es zur Welt kam.

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