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Ich habe die Gefangeneneigentumsverwaltung meines Lagers angewiesen, den Nachlaß an Ihre Anschrift zu senden.
Waffen- SS.
( Unterschrift) SS.- Obersturmbannführer und Lagerkommandant
Ihr Bruder... geb.... ist am 31. 1. 44 an den Folgen von Gefäßverkalkung im hiesigen Krankenhaus verstorben.
Die Leiche wurde am 3. 2. 44 im staatlichen Krematorium eingeäschert. Gegen die Ausfolgung der Urne bestehen, wenn eine Bescheinigung der örtlichen Friedhofsverwaltung beigebracht wird, daß für die ordnungsmäßige Beisetzung Sorge getragen ist, keine Bedenken.
( Unterschrift) SS.- Obersturmführer und Lagerkommandant
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Vitaminmangel und seine Folgen
Auch in unserem Arbeitslager" stieg die Häftlingszahl von Tag zu Tag. Schon waren es 1500 geworden. Davon waren 1000 für die Grubenarbeit eingeteilt. Die zugeteilten Lebensmittel waren auf die Hälfte reduziert. Es hatten also nur die Häftlinge die Möglichkeit einigermaßen zu leben, die während ihrer Grubenarbeit zuzüglich etwas organisieren konnten. Das aber waren nur wenige.
Der Vitaminmangel zeigte sich auf verschiedene Weisen. Viele Häftlinge mußten operiert werden, weil sich Geschwulste an ihrem Körper gebildet hatten. Wir nannten diese Erkrankungen„ Phlegmona! " Die davon überfallenen Häftlinge liften arge Schmerzen. Aber auch sie mußten" binnen acht Tagen wieder gesund sein, anderenfalls drohte die Erklärung„ arbeitsunfähig". Also gings mit einem Papierverband erneut in die Grube oder zu dem sonstigen früheren Arbeitsplatz. Eine derartige Krankheitsunterbrechung führte zu ständigen Neuerkrankungen.
Obwohl ich mich bemühte, nicht„ krank" zu werden und jeden Schmerz mit Energie" überwand, hatte auch ich einmal Pech, ohne mein Verschulden krank zu werden, einen Unfall zu erleiden.
In der Grube war ein ca. zwei Zentner schwerer Stein auf das Gummitransportband gefallen. Zuerst hatte mich der stille Wunsch erfaßt, die Bänder würden von dem großen Gewicht zerreißen. So stand ich einen Augenblick still daneben.-- Ich konnte aber auch den Stein allein garnicht entfernen. Da kam der Reviersteiger heran und beschuldigte mich der Sabotage. Was dieser Vorwurf zur Folge hatte, wußte ich. Also bemühte ich mich unter den Fuftritten des Steigers den Stein zu entfernen. Unter größter Mühe gelang es mir, den schweren Stein herumzureißen. In demselben Augenblick aber kam auf dem Band ein anderer Stein herangerutscht, der mir den kleinen Finger abquetschte.
Voller Freude sah der Steiger das Blut rinnen. Dann gab er mir einen Tritt und sagte:„ Geh weg, du Saboteur!"
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