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Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands : Häftling Nr. 59 000 erzählt von dem Schicksal der 10 000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischowitz, Buchenwald / Rolf Weinstock
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Vergasung schickte. Gleich am darauffolgenden Sonntag wurde alsdann eine Generaluntersuchung eingesetzt. Bei dieser Untersuchung wurden 400 Häftlinge erholungsbedürftig" geschrieben. Zwei Baracken mußten geräumt werden. Je zwei gesunde Häftlinge mußten in einem Bett schlafen. Die erholungsbedürftigen" Häftlinge aber verlegte man in diese Baracken. Sie bekamen dort etwas mehr Brot, etwas mehr Margarine und auch mehr Wurst. Diese Mehrrationen für die Kranken wurden uns abgezogen. Jeder Kranke erhielt sogar täglich ein halb Liter Milch. So etwas hatte es in den Jahren meines Lageraufenthalts nie gegeben.

Vier Wochen waren vergangen. Die Kranken hatten sich wieder heraus­gepäppelt. Man hatte sie nicht arbeiten lassen. Sie brauchten nicht einmal den Appellplatz zu reinigen. In der fünften Woche erzählte man den Kran­ken, sie kämen nicht mehr in die Grube zurück, weil der Arzt festgestellt hätte, daß sie die Grubenluft nicht vertragen könnten.-- Und was geschah weiter? Wenige Tage später kam der bekannte Viehwagen und alle diese Häftlinge wurden, diesmal aber mit Kleidern, auf den Viehwagen verladen. Man ließ durch Neuankömmlinge erzählen, daß die Häftlinge, die sich wie­der erholt hätten, in ein schöneres Lager verlegt worden seien. Die Wahr­heit aber war, auch diese Häftlinge waren in Auschwitz vergast".

Mit Wehmuf denke ich immer wieder an diesen Transport zurück, weil sich hierunter auch einige meiner Freunde befanden. Sie hatten mir noch beim Abschied gesagt: Na, wenigstens werden wir nicht vergast". Seit dieser Zeit habe ich mich von allen Untersuchungen gedrückt. Ich hatte mich in Aborten, unter Betten, und selbst zwischen den Kartoffeln verborgen, aber immer erst dann, wenn die Zählung beendet war.

Durch dieses Verbergen bin ich bestimmt dem auch für mich vorge­sehenen Tode entgangen.

Die Humanität der SS. - Aerzte

Wie human" wir Häftlinge behandelt wurden, dafür mögen die bei­den Dokumente zeugen, die hierunter abgedruckt werden. Aus diesen an Reichsdeutsch e" gerichteten Schreiben geht die Höflichkeit" hervor, die den Außenstehenden gezeigt wurde. Man konnte so und man konnte anders. Dieses Buch aber trägt den Titel Das wahre Gesicht Hitler­Deutschlands". Und darum muß die Lüge nachgewiesen werden.

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Waffen- SS.

Konzentrationslager Lublin Kommandantur

Sehr geehrter Herr...!

Ihr Bruder meldete sich am 7. 1.44 krank und wurde daraufhin unter Aufnahme im Krankenhaus in ärztliche Behandlung genommen.

Es wurde ihm die bestmöglichste medikamentöse und pflegerische Behandlung zufeil.

Trotz aller angewendeten ärztlichen Bemühungen gelang es nicht, der Krankheit Herr zu werden.

Ich spreche Ihnen zu diesem Verluste mein Beileid aus. Ihr Bruder hat keine letzten Wünsche geäußert.

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