mir nicht vorstellen, da so etwas möglich sei. Als mir dieser Kamerad aber die Liste zeigte, worauf mein Name verzeichnet war, da mußte ich jeden Zweifel schwinden lassen. Knieend bat ich ihn, er möge mir helfen. Ich versprach ihm, wenn wir aus diesem Lager herauskämen und er würde einmal in Not geraten, daß auch ich ihm helfen würde, wie ich könnte.
Was also fat mein Kamerad? Er verübte eine Fälschung. Und wie? Es war ein schauderhaftes Glück, aber für mich war es ein Glück. Zur selben Zeit, als wir nach dem Hauptlager abtransportiert werden sollten, war ein Toter im Totenkeller eingeliefert worden. Der Kamerad radierte nun meine Lagernummer auf der Liste aus und setzte die des Toten hinein. Als Bemerkung stand dahinter der inzwischen verstorben ist".
Es klappte alles. Ich war noch einmal gerettet. Aber was ich für seelische Qualen in diesen Stunden durchgemacht habe, das kann ich niemandem beschreiben. Was ist es schon, geschlagen zu werden, getreten zu werden, gegen die Angst, zu wissen, in einer Stunde tot zu sein. Von dieser Minute ab erkannte ich erst die Greueltaten der SS. in ihrer vollsten Erfüllung. Ich wurde hart. Und, ich muß es zu meinem Bedauern bekennen, es machte mir später nichts mehr aus, Kameraden scheiden zu sehen, denn was in dieser Minute jenem passierte, konnte schon in der nächsten Minute mir selbst passieren.
Das Leben in Auschwitz und seinen Zweiglagern bot keinen Wert mehr.
Häftlings- Krankenbau Jawischowitz
Das Lager hatte sich von Monat zu Monat vergrößert. Kranke waren unausbleiblich. Und so entschloß sich die Lagerleitung eines guten Tages, für die Grubenarbeiter einen Krankenbau zu errichten. Diese Absicht war nun nicht etwa eine Umstellung auf menschliche Gefühle, sondern entsprang lediglich der Tatsache, daß viele Häftlinge in der Grube zu Spezialisten ausgebildet waren und an diesen Spezialisten Mangel herrschte. Man sah sich daher gezwungen, alle derartigen Grubenarbeiter nach Möglichkeit am Leben zu erhalten, um die Kohlenförderung nicht zu gefährden.
Allerdings konnte in diesem Krankenbau niemand länger als acht Tage bleiben. Wer nach acht Tagen noch nicht wiederhergestellt war, kam, wie alle übrigen Kranken, zur„ völligen Heilung" nach dem Hauptlager Auschwitz . Die beste Aussicht, im Krankenbau aufgenommen zu werden, hatten die Häftlinge, die während ihrer Grubenarbeit einen Unfall erlitten. Wer durch Schläge mit dem Bajonett oder mit Gummiknüppeln arg verwundet war, der hatte dagegen kein Anrecht auf Heilung. Die im Krankenbau aufgenommenen Häftlinge hatten nebenbei im Lager leichte Arbeiten" zu verrichten. Denn jedem Kranken wurde ja gesagt,„ dies ist ein Arbeitslager, aber kein Krankenlager!"
Und worin bestand nun die leichte Arbeit? Der Häftling mußte um fünf Uhr morgens aufstehen und z. B. im Winter bis abends um fünf Uhr im kalten Keller sitzen und ununterbrochen Kartoffeln schälen. Natürlich unter Bewachung, denn man befürchtete, daß sich die hungrigen Häftlinge an den rohen Kartoffeln satt äßen. Andere mußten, sofern sie gehen konnten, in der eisigsten Kälte den Appellplatz säubern. So und ähnlich wurden die schonungsbedürftigen Häftlinge zur Arbeit herangezogen.
Die Folgen aber, die durch diese Art Krankenbehandlung eintraten, waren, daß die Wunden nicht heilten und der neunte Tag der Krankenbehandlung
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