aufstellen. Mit Spaten und Schaufeln bewaffnet wurden wir angewiesen, im Lager Gräben zu ziehen. Verstohlen schauten wir nach der Lageruhr. Es war ein Uhr. Und wir hatten geglaubt, einen Tag in stiller Ruhe verbracht zu haben. Umso schlimmer erfaßte es uns jetzt. Ohne Unterbrechung mußten wir schaufeln und schaufeln. Die treuen SS.- Wächter und die ausgebildeten Capos- Schläger waren dauernd um uns herum. Alles lief programmgemäß ab. Weil wir in der Grube nichts geschafft hätten, so rief man uns drohend zu, darum müßten wir jetzt als Strafe im Lager noch arbeiten. Und man sagte hinterher:" Wenn Ihr Eure Arbeit schafft, lassen wir Euch zufrieden". Inzwischen war es vier Uhr nachmittags geworden. Die Suppe wurde vom Hauptlager geliefert. Sie war etwas dicker als die, die wir im Hauptlager erhalten hatten.
Kaum hatten wir unser Mahl beendet, die Sonne brannte auf unsere Schädel herab, hieß es:" Weiterarbeiten". Erst am Abend um acht Uhr war die Lagerarbeit beendet. Gleich darauf ging es zum Empfang des Abendessens. Wir sollten verwöhnt werden, wir erhielten einen halben Liter Tee, 1000 gr Brot und ca. 40 gr Käse. Damit wir aber von diesem guten Essen nicht krank würden, wurde uns ab halb neun Uhr abends noch eine Gymnastik verordnet. Singend und mit offenen Wunden an den Füßen sprangen wir über die spitzen Schlacken. Dieser Sport dauerte bis halb zehn Uhr abends. Anschließend begann der Abmarsch nach der Grube. Jeder Häftling hatte zuvor noch ein Schichtenbrot ausgehändigt bekommen, denn der Herr Direktor hatte doch gesagt:„ Meine Häftlinge müssen etwas zu essen haben". Wir standen angetreten zum Abmarsch bereit, als das Kommando ertönte: „ Knie beugt!" Fünf lange Minuten mußten wir in dieser schwierigen Stellung verharren. Kurze Zeit darauf aber ertönte das Kommando:" Abmarsch!" Es ging einer neuen Schicht entgegen.
Achtung! Häftling Nr. X ist geflohen
Die Arbeit wurde von Tag zu Tag schwerer. Wir fanden keine Ruhe und keinen Schlaf. Ja, wir kamen oft nicht einmal zum Essen. Mit Schlägen in die Grube hinein, mit Schlägen heraus. Dazu das Brüllen. Es gehörten Nerven dazu, eiserne Nerven. Wir hatten nicht nur einen Kampf mit körperlichen Kräften zu bestehen, sondern wir wurden auch seelisch zermürbt.
, Langsam verrecken ist besser als plötzlich sterben", so lautete die Parole der SS.- Bestien, die man an uns durchführte.
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Eines Tages fragte mich ein Unterscharführer:" Wie lange bist Du Schweinehund, schon im Lager?" Ich stand still, nahm die Mütze ab und erwiderte: Zweieinhalb Jahre, Herr Blockführer!--" Was?", schrie er darauf, ,, und Du Bestie lebst noch? Weißt Du nicht, daß ein anständiger Häftling in sechs Monaten zu verrecken hat?"-- Schaum vor dem Munde, versetzte er mir einen Tritt, daß ich hinfiel. Nur wenige Zentimeter vom Starkstrom entfernt. Dieser SS.- Bandit hief Traschner, er war ein rumänischer Freiwilliger und zählte zu den Gefürchtetsten des Lagers Jawischowitz.
Nach 14 Tagen waren die ersten Toten zu beklagen. Opfer des Typhus. Diese armen Häftlinge wurden sofort zur Vergasung ins Hauptlager geschickt. Aelteren Leuten fiel die Arbeit zu schwer, andere wieder konnten die Luft nicht vertragen. Sie wurden lebensmüde. Der Starkstrom oder die Scharfschützenkugel befreiten sie von ihren Qualen. Es herrschte eine SelbstmordEpidemie, wie sie ärger nicht auftreten konnte.
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