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Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands : Häftling Nr. 59 000 erzählt von dem Schicksal der 10 000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischowitz, Buchenwald / Rolf Weinstock
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Die Hitler - Schergen waren" Praktiker" geworden. Es genügte Hitler und seinen Lustvasallen nicht mehr, unzählige Menschen zu töten, sie vor­her zu berauben,-- nein, nun mußte auch noch die Asche verwendet werden.

Neben jedem Krematorium standen zwei Kesselhäuser mit großen Siede­kesseln. Dort hinein wurde die Asche geschüttet. Und so gewann man unter Zusatz der erforderlichen chemischen Mittel wohlriechende Sei­fen", Leim und Düngemittel.

Das war das Ende von vielen, vielen Menschen. So endeten Menschen, weil sie Juden waren, Antifaschisten, Pfarrer oder Bibelforscher,-- ganz gleich, welcher Nation sie angehörten.-- Sie alle waren Saboteure", die nicht in die nazistische Front pakten.

Ja, Auschwitz war das Vernichtungslager der Juden. Hier sind rund neun­zig Prozent der vernichteten Juden überhaupt ermordet worden. Nach jedem Ueberfall auf ein fremdes Land war es die erste Arbeit der ge­heimen Gestapo " und der SS. - Bestien, die Juden und andere feindliche Elemente zu verhaften. Und wenige Tage darauf rollten Transporte über Transporte heran. So geschah es in Italien , Griechenland , Ungarn und in anderen Ländern. 1943 rollten auch Transporte von Zigeunern und russi­schen Kriegsgefangenen an.

Umschulungsunterricht im Männerlager

Ein Leitspruch Himmlers lautetet: Es gibt einen Weg in die Freiheit, seine Meilensteine heißen: Fleiß, Gerechtigkeit, Disziplin und Liebe zum Vaterland." Dieser Leitspruch war, wie in allen anderen Lagern, auch in Auschwitz in großen Steinbuchstaben zu lesen.

Auschwitz liegt 40 Kilometer von der Stadt Kattowitz entfernt. Unweif der früheren polnisch- deutschen Grenze. Das Lager selbst war 10 Kilometer von der Stadt Auschwitz entfernt. Zum Hauptlager zählten noch 12 Zweig­lager und fünf Grubenlager. Weitere Lager, die zum Hauptlager zählten, waren mit Häftlingen belegt, die bei Baufirmen oder in Rüstungsbetrieben arbeiten mußten. Der größte Betrieb für solche Zwecke war das, Buna­Werk", in dem synthetischer Gummi erzeugt wurde. Es war ein Pracht­werk", wofür Hunderttausende von Häftlingen ihr Leben lassen mußten. In­und Ausländer waren mit dem Bau des Werkes beschäftigt worden. Die ge­samte Bauzeit hatte zehn Jahre umfaßt. Die amerikanische Luftwaffe hatte in mehreren Angriffen das Werk zerstört. Somit war der Traum der Nazis, dieses Werk als eine der gewaltigsten Leistungen der nazistischen Herr­schaft hinzustellen, ausgeträumt.

Die Durchschnittsbelegschaft des Lagers Auschwitz mit Nebenlagern be­frug rund 180 000 Frauen und Männer. Wohl waren die Männer- und Frauenlager von einander getrennt, aber man hatte doch genug Gelegenheit, die Methoden der weiblichen SS.- Wachmannschaften mitanzusehen, die an den wehrlosen weiblichen Häftlingen verübt wurden. Unmöglich war es jedoch, irgendein Gespräch mit einem weiblichen Häftling zu führen, oder

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