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Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands : Häftling Nr. 59 000 erzählt von dem Schicksal der 10 000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischowitz, Buchenwald / Rolf Weinstock
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uns erst vor vier Stunden das Eintreffen von on ca. 10000 Menschen ange­kündigt. Sie werden verstehen, in was für einer Lage wir uns befinden." Wir horchten auf.-- Welche Worte!-- Was für freundliche Worte! War es Ironie?

Ich schaute dem Posten ins Gesicht.

Nein, das waren Worte ehrlichsten Mitgefühls. In diesen Augen war nichts von dem Sadismus der SS.- Banditen zu erblicken. Wir waren gerührt. Und ich hatte das Bedürfnis, dem Posten stumm die Hand zu drücken. Er fühlte mit uns, was es heißt, von Haus und Hof verjagt zu werden, heimatlos zu sein.

Ich machte den ersten Schritt in die Baracke. Es war draußen schon fast dunkel. In der Baracke aber konnte man nichts mehr erkennen. Fenster waren, wie ich bereits gesagt habe, nicht vorhanden. Nur die kleinen, hoch­zuschlagenden Klappen. Kein Stroh keine Decken.-- Nur der nackte Holzfußbode. Wir hatten die Klappen einen Augenblick geöffnet, doch der einströmende Regen zwang uns, sie sofort wieder zu schließen. So blieb uns nichts anderes übrig, um wenigstens ein klein wenig Licht zu haben, als die Tür offen zu halten.

Wie zusammengetriebenes Vieh standen wir sechzig Männer in der kalten Baracke und sahen uns an. Wir waren verzweifelt. Da betrat plötzlich ein französischer Leutnant den Raum, leuchtete uns mit seiner Taschenlampe ins Gesicht und schüttelte den Kopf. Es war alles still. Und,- als seine Stimme erklang, die jeder metallischen Schärfe entbehrte, die so freundlich klang, da war es uns, als hätten wir uns zu einem Gebet vereint. Er sagte: Meine Herren! Im Namen der französischen Lagerleitung habe ich Ihnen mitzu­teilen, daß uns die deutsche Kommission erst vor wenigen Stunden von Ihrem Eintreffen in Kenntnis setzte. Wir stehen vor einem Nichts. Es war uns in dieser kurzen Zeit nicht möglich, irgendwelche Vorbereitungen zu treffen. Die Lagerleitung hat volles Verständnis für Ihre Lage und will alles tun, Ihnen zu helfen."

Wir waren wieder Herre n". Wir konnten uns wieder als Menschen fühlen, und wir waren keine Nummern mehr. Stolz erfaßte uns, für uns sebst,- aber auch auf die Franzosen , die so mit uns sprachen. Ist es denn nicht auch verständlich, zu frohlocken,-- wieder Mensch" zu sein?!

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Inzwischen war noch ein anderer Offizier zu uns getreten, der sich uns als Jlot- Chef" vorstellte und sagte, er würde alles Notwendige veranlassen. Wir waren todmüde. Jeder suchte sich einen Platz. Ich legte mich in die Nähe der Tür. Dort war es wohl kalt, aber ich konnte wenigstens etwas sehen. Und dann sagte ich mir:" Hier werden wir ja nicht mitten in der Nacht zum, Marschiere n' kommandiert." Sonst hätte ich müssen in allen Sachen der Erste sein. Wir wünschten uns eine Gute Nacht", deckten uns mit unseren Mänteln zu und kuschelten uns eng zusammen, um warm zu liegen. Gegen Mitternacht wurde ich wach. Wasser tropfte auf mich herab. Im Dach war ein Loch. Der Sturm peitschte den Regen gegen die Holzver­schalung. Ich zog meinen Mantel über das Gesicht und schlief bald wieder ein.

Gegen acht Uhr am anderen Morgen standen wir auf. Durch das harte Lager waren wir nicht gerade erquickt,-- aber unsere Nerven hatten sich beruhigt. Durch die geöffnete Tür drang belebende frische Luft herein. Aber was für ein Bild bot sich uns, als wir hinausschaufen! Ringsherum Wasser. Wir glaubten, uns in einer" Arche Noah" zu befinden. Es war un­möglich, die Baracken zu verlassen. Hätte der Regen noch einige Zeit an­gehalten, so wäre das Wasser in unsere Baracke gedrungen. Es war ein

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