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Der 21. Januar 1939 wird jedem noch lebenden ehemaligen Häftling ein unvergeblicher Tag bleiben. Heftige Regenschauer, vermischt mit dicken Hagelkörnern prasselten auf die auf dem Appellplatz angetretenen 15000 Häftlinge hernieder. Völlig durchnäßt und wie im Schüttelfrost frierend standen wir da und harrten der kommenden Dinge.
Welche Quälereien hatte man sich nun wieder ausgedacht? Etwas anderes gab es doch nicht!
Die Zeit verging.-- Eine Stunde ,. zwei Stunden. Ganz plötzlich ertönte die Sirene. Es war inzwischen sechs Uhr geworden. Um uns kümmerte sich niemand. Verwundert und erregt schauten wir uns an.
War Feuer ausgebrochen?
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Das war unser erster Gedanke. Unsinn! Dann würde man uns nicht hier stehen lassen.-- Oder doch?
Indessen waren drei Stunden vergangen. Die Nacht war hereingebrochen. Von der Kommandantur erstrahlten helle Scheinwefer. Wir aber standen und standen im Scheinwerferlicht,-- bis um halb zwölf Uhr.-- Da öffneten sich mit einem Male die Tore zum Appellplatz und lautlos marschierten SS. - Abteilungen mit schwarzen Stahlhelmen und aufgepflanzten Bajonetten
herein.
Nach kurzem Kommando traten je acht SS. - Leute zu jedem aufmarschierten Block. Es war inzwischen zwölf Uhr nachts geworden.
Schutzhäftlinge-- Stillgestanden!-- Mützen ab!-- Einen Meter Abstand nehmen!" So dröhnte jetzt eine scharfe Stimme durch den Lautsprecher. Wir standen mucksmäuschenstill. Nur einer ließ sich nicht gebieten.-- Der Regen. Er plätscherte unaufhörlich weiter auf uns herab.-- Das Wasser lief uns in die Augen. Wir wagten dennoch nicht, uns zu bewegen, denn jede Bewegung bedeutete den Tod. Langsam wurde das Stehen unerträglich.
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Das gesamte Küchenpersonal, die Krankenpfleger, ja sogar selbst die Kranken aus dem Hospital, die nicht mehr lange leben konnten, mußten mit antreten.
15000 Häftlinge standen still.
In Gedanken rieten wir:" Wozu?-- Weshalb?-- Was ist los?"-- Um ein Uhr nachts war das Rätsel gelöst. Ein erst wenige Tage sich im Lager befindlicher Häftling war entflohen.-- Darum diese ganze Aufregung.-- Und wie konnte dieses geschehen?- Wie konnte diese Flucht vor sich gehen? Oh Schande" über die SS.,-- daß so etwas möglich war. Dieser Häftling hatte beobachtet, daß ein Beamter der Gestapo täglich bei den Kameraden, die auf dem Felde arbeiteten, Vernehmungen ausführte. Der Beamte bediente sich eines Motorrades, das er auf dem Wege stehen ließ, und er legte stets seine Lederjacke auf den Motorradsitz.-- In einem unbemerkten Augenblick gelang es nun dem Häftling, an das Motorrad heranzukommen. Er zog schnell die Lederjacke an und fuhr dann unbehindert durch die Postenkette der SS. hindurch.
Es war eine waghalsige Tat.
Der Häftling hatte alles auf eine Karte gesetzt. Wäre auch nur der geringste Verdacht entstanden, der Häftling wäre ohne weiteres Urteil auf der Fluchterschossen" worden.
Darum also Alarm in Da cha u". Darum wurde alles in Bewegung gesetzt. Wir freuten uns innerlich sehr, daß es wenigstens einem von uns
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