Wochen sind vorübergerauscht, die Rolf Berger Gelegenheit gaben, sich auszuruhen und zu erholen. Er sieht die Soldaten heimkehren oftmals entwurzelte Menschen er sieht hunderte und tausende ratlose Menschen vor ihren zertrümmerten Häusern und Heimen, er sieht Unternehmer und Arbeiter vor den Stätten, da einstmals ihre Arbeits- und Produktionsstätten standen und die nun bar jeder Existenzmöglichkeit sind. Er sieht in viele Familien, in denen ein ganzer Wandel vollzogen werden muß, organisatorisch und seelisch!
Er sieht die Krüppel des Krieges und weiß, daß hier im täglichen Weiterleben ihr Heldentum erst beginnt.
Und eines Tages kommt einer seiner Vettern heim, ein Mensch, mit dem Rolf sich von jeher gut verstand, ein junger Leutnant. Er sieht dessen Rat- und Ziellosigkeit, empfindet dessen krampfhaftes Bemühen, sich irgendwie zu beschäftigen, nur um ja nicht zu denken ist doch zu Schweres an ihm, wie an allen, vorübergebraust.
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Und da rafft sich Rolf aufgreift zur Hand seines Freundes, bereitet der Plan- und Ziellosigkeit ein Ende mit einer Tat- mit der Schaffung einer neuen Existenz, die eine Unmenge Arbeit, aber später auch einen Lohn verheißt.
Und auch das deutsche Volk wird sich in seiner Gesamtheit aufraffen müssen, wird alle Mutlosigkeit abwerfen, wird anpacken und schaffen für das Leben für das große, verpflichtende, heilige und einst wieder schön werdende Leben!
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