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Im Machtbereich der Gestapo : Erlebnis-Roman ; der Wirklichkeit nacherzählt / Paul Frenk
Entstehung
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vorbildlicher Christ- aber ich bete dafür, daß du dieses

Grauen verlassen kannst, daß du diese Zeit überlebst

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weil du

eine Aufgabe hast die ich für so unendlich wichtig für die Menschheit betrachte!-

Rolf Berger schweigt und schließt die Augen- seine Gedanken wandern weit dieser Zeit voraus, sprengen die Mauern dieses Baues, wissen um den harten, steinigen Weg, den die Menschheit noch zu gehen hat, den kampf- und dornenreichen Weg der Er­kenntnis und der weltanschaulichen Umformung. Er weiß um die künftigen Entwicklungen in den großen Dingen dieses kos­misch- politischen Lebens. Er fühlt die Verpflichtung, die ihm auf­erlegt ist und er hat den heißen Willen, diese menschenmordende Zeit zu überleben, um Mitkämpfer zu sein für die Erneuerung des deutschen Volkes.

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Ein lichter Novembermorgen bricht an und im großen An­staltsbau wird es wieder lebendig. Das Anstaltsleben geht weiter

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variierend- wie alle Tage vorher. Berger sieht auf den seltbstangelegten geheimen Kalender.- Heute ist der 9. No­vember 1940. Der Tag verläuft ruhig und ohne besondere Er­eignisse. Doch abends, kurz vor Mitternacht, heulen die Sirenen, die die Gefangenen schon in den Sommer- und Herbsttagen ge­hört hatten. In der Ferne bellen die Flakgeschütze auf, und die Patrouille der Wärter, die nachts allstündlich mit großen Schäferhunden durch und um die Anstaltsgebäude streift, verzieht sich, bringt sich in den Luftschutzkellern in Sicherheit, die Ge­fangenen ihrem Schicksal im Falle eines Bombentreffers in ihren Zellen überlassend.

Draußen wird es unheimlich lebendig. Scheinwerfer tasten den Himmel ab aus dem ein feines Summen, wie das Gebrumm von Bienen klingt. Geisterhaft leise gleiten Leuchtraketen an langen Seidenschirmen zur Erde und tauchen die Landschaft in blendend weißes oder blutigrotes Licht. Ohrenbetäubend setzt nun in der Nähe das Geschieße der schweren Flak ein und auf den Giebeln der Anstalt hämmern die Geschütze der leichten Flak, den Gefangenenbau mit seinen tausend Menschen als ver­lockendes Ziel für den Tommy hinstellend.

Ein schaurig- schönes Bild zeigt sich den Gefangenen, die der Gefahr gegenüber durch dieses Leben ziemlich gleichgültig ge­worden sind. Leuchtspuren der Flak- und MG- Geschosse, Schein­werferbündel, und von oben kommend, sogenannte Christbäume und Leuchtbomben, bilden eine Symphonie leuchtender Bilder.

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