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Im Machtbereich der Gestapo : Erlebnis-Roman ; der Wirklichkeit nacherzählt / Paul Frenk
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gelernt hatte. Koch gehörte vor der Machtübernahme einer radi­kalen Partei an und mußte dafür mehrere Jahre im Konzentrations­lager Dachau büfen, worauf er im Rahmen einer, Bewährungs­zeit" in ein Münchener Werk dienstverpflichtet wurde. Als Koch nun über die Ausnutzung zu anderen Kameraden sprach und seine Arbeit mit Lässigkeit verrichtete, wurde er wegen Arbeitssabotage und Vorbereitung zum Hochverrat erneut zu elf Jahren Zucht­haus verurteilt.

Koch, sonst ein sehr ruhiger, klardenkender und selbst­beherrschter Mensch, kann nach Auffassung Rolfs nur durch eine schikanöse Peinigung bis aufs Blut zu einer Auflehnung veranlaßt worden sein. Die SS. beförderte ihn kurzerhand durch Erschießen sins Jenseits.

Koch vermied es damals ängstlich, über Dachau und andere KZ.- Läger und deren Verhältnisse zu sprechen. Später, als man sich länger kannte, erklärte er, daß er mehrere Reverse habe unterschreiben müssen, womit er sich verpflichtete, über die Vor­gänge im Lager keineswegs zu sprechen. Und doch vertraute er Rolf manches aus diesen ersten Konzentrationslägern des Hitler­staates an.

Berger schüttelt sich vor Grauen, wenn er an diese Schilderungen. denkt, an die sogenannten Badestunden für Juden, in denen diese in einzelnen Gruppen ihre Kleider in einem Vorraum einer großen Baracke ablegen mußten, um dann splitternackt in den sogenannten Duschraum zu gelangen, statt Wasser strömte aus den Brausen und aus den Ventilen am Boden komprimiertes, tödliches Gas in den hermetisch abgeschlossenen Raum, alles Leben in der Baracke erstickend. Lastwagen transportierten dann die toten Körper zu den Krematorien. Zu diesen Verladearbeiten. holte man vielfach Angehörige der ,, asozialen Elemente", die einen grünen Winkel am Arm trugen, und die für eine Verpflegungsaufbesserung bereit waren, diese Schauderarbeit zu erledigen. Und Koch schilderte noch viele andere Dinge die Rolf die Scham darüber in die Wangen trieb, daß Deutsche , angebliche Kulturmenschen handeln konnten. Rolf schämte sich, Angehöriger einer Nation zu sein, die solchen Kannibalismus ,, im Namen des deutschen Volkes" trieb.

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Nun ist Koch tot und sein Mund schweigt für immer werden einst andere Zeugen für ihn aufstehen.

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