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Erinnerung an den Weltkrieg
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Flandern Ypern, Langemarck, Wytscheate, Antwerpen , Ostende, Leffinghe, Dixmuiden, Hochleede, Roeselaere, Zonebake. Wie das Rollen und Grollen einer fernen, Tod und Verderben speienden Feuerlinie, dumpf wie der Klang einer Trauerglocke, tönen diese Namen durch die Jahre hindurch, seitdem der letzte Schuß des Weltkrieges in den. Niederungen der Maas verhallte. Zu kurz ist die Spanne von 20 bis 24 Jahren, um der Heldenjünglinge von Langemarck und Bixschoote und der grauen Männer in den Granatlöchern mit den Schleusenwassern von Nieuport, in den Bunkern aus Beton und auf offenem, zerhämmerten Feld zu vergessen, doch der Jahre genug, die Spuren auszutilgen und die Wunden vernarben zu lassen, die der Krieg dem weiten, fruchtbaren Land der art- und stammverwandten Flamen schlug.
Vor knapp zwei Jahrzehnten raste der Tod noch über dieses Land, kroch in die Trichter, in die Gräben und Betonburgen der Frontlinien hüben und drüben, zerpflückten berstende Granaten grüne Wiesen und fruchtbarstes Ackerland, Kampfstatt der Kriegsmaschinen, die sich in der Furchtbarkeit ihrer Wirkung zu übertreffen suchten. Was war dagegen der Pesttod in der Hansastadt Ypern der Stadt der ehemals 200 000 Menschen vor 500 Jahren gewesen?
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Wach wird die Zeit da die Blüte der Männer aus vielen Nationen menschlicher Unduldsamkeit, politischem Unvermögen, tierisch- urtrieblichen Bindungen, militaristischen Tendenzen und geistiger Begrenztheit' geopfert wurde. Wie fortgewischt ist die Spanne von zwei Jahrzehnten und im grellen Licht der Erinnerung sehen wir dieses Land, dessen Menschen uns so art- und stammverwandt sind, ja, die sogar fast unsere Sprache sprechen, als Walstatt des Krieges und des Todes.
Männer standen im Nebel der Gasschwaden und im Hagel von Eisen, auf den todgeweihten Flecken der Minen unter der Erdé oder der Angriffe aus der Luft, Menschen, deren täglicher Kamerad der Tod war. Mehr als Menschen: Übermenschen im Übermaß der Gefahr! Frontsoldaten, die ihre Heimat schützten. So standen sie Mann für Mann, von da, wo das Meer brausend an die Küste bei Zeebrügge und Ostende schlägt, bis hin zu den Argonnen und Karpathen, standen in den Weiten Rußlands oder der einstigen Kolonien, so standen sie auf den Planken der Schiffe auf allen Ozeanen. Männer und Jünglinge, hüben und drüben. Und bei Langemarck standen die Sturmregimenter der deutschen Freiwilligen von 1914, kaum siebzehnjährig die Jüngsten bereit, um den höchsten Preis am rechten Flügel der westlichen Front, die entscheidende Wende zum Sieg zu bringen. Auf den Lippen das Lied der Nation, das irgendwo, als sich die Schatten der Ohnmacht auf die Reihen der jungen, unerfahrenen Kolonnen zu legen drohte, angestimmt wurde. Das knöcherne Gespenst des Todes stand mit weit geöffneten Armen vor dem großen Kaufpreis, der Stadt Ypern , deren Türme weit am Horizont aufragten. Ein sinnloser Befehl des deutschen Generalstabes
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