ist seine auserwählte Gloria, daß es in Platon mit dem Satze, daß es besser ist, Unrecht zu lei­den als Unrecht zu tun, die göttliche Offenbarung Christi von ferne berührt hat. Wenn schon Unrecht ist in der Welt, dann hat den höheren Wert, dann ist der höhere Wert der, der Unrecht leidet vor dem, der es tut. Das ist ungeheuerlich und bereits von der anderen Welt. Unrecht! Wohlgemerkt, nicht Gewalt, denn Gewalt kann der Gute und der Schlechte tun, nicht aber Unrecht.

8. Februar

Das ist das untrügliche Kennzeichen des falschen Propheten, des Propheten der» Welt<<, daß er dem Menschen klar oder versteckt sagt, daß der Weg des Heils breit sei und die Pforte weit, während in Wahrheit und nach Gottes Willen der Weg schmal ist und die Pforte eng.

Vielfach ist der Glaube an Gott nur noch wie der Glaube an einen rettenden Strohhalm. Aber was tut's, wenn der Strohhalm der wirkliche Gott ist, denn Gott ist ja die Allmacht.

9. Februar

Beurteilt und gerichtet wird der Mensch nach der Ordnung der Vernunft, nicht nach der Ord­nung der Sinne, der er doch auch und zuerst an­gehört. Die Idee des Menschen, sein Ideal ist dem Menschen von Gott gegeben, doch so, daß er, der Mensch es sich selber gibt, frei gibt, frei sich geben muß, daß er über das Sinnenwesen, über das Tierische also, hinauswächst, daß er sei­nen Leib und seine Sinne spiritualisiert, nicht daß er den Leib und die Sinne vernichte oder

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