tun, als seien diese Entdeckungen nicht von vornherein von den Grenzen der» Ordnung«, in der sie gemacht wurden, eingeschlossen, wenigstens was die direkten Konsequenzen betrifft. Die Entdeckung neuer Gegenstände einer bestimmten Ordnung kann im höchsten Falle der Ordnung selber neue Erkenntnisse zuführen, aber nicht prinzipiell neue einer höheren Ordnung. Mag das Atom so wundervoll gebaut sein und trotz der Klarheit so geheimnisvoll, daß man in Staunen und Anbetung sinkt vor den Schöpfer- über das höhere Wunder des Lebens sagt es uns nichts. Es kann, zum Beispiel, ganz gut sein, daß die Physiker auf dem Wege näher zu der prima materia sind- dafür zeugen die Aporien und Antinomien, die die Atome dem Denken bereiten; aber daraus die Hoffnung zu ziehen:» an einem Tage, von dem heute noch niemand sagen kann, ob er nah oder fern ist, wird vielleicht ein neuer Mensch die Augen öffnen und sich mit Erstaunen einer neuen Natur gegenübersehen«- das bereitet dem Jünger der philosophia perennis und dem gläubigen Christen ein erstauntes Lächeln.
Wir sind so in Gott, und Gott ist so im Heiligen, wie ein Pantheist es sich gar nicht vorstellen kann, weil er die Transzendenz des Dreieinigen Gottes gegenüber der erschaffenen schaffenden Natur nicht kennt. Anderseits ist uns als Natur die» Deitas < so fremd und unnahbar, wie ein Agnostiker es gar nicht ahnen kann, da er das Erkennbare an Gott nicht kennt.
Wir leben in dem großen Geheimnis dieser Zeit: göttlich- lebendige Ohnmacht, kaum verhüllend
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