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schlimmste Beschimpfung zu sein.- Das ist über-' trieben und ist schief gesagt. Nein, aber bei sonst
- guten Menschen ist oft das Dichterische in reli-
giösen Dingen eine große Gefahr. Der Dichter magnifiziert immer.- Gewiß: magnificat anima mea...- Halt! Das ist in Ordnung, es ist natür- lich, das Göttliche zu magnifizieren, aber dabei läßt es der Dichter nicht bewenden. Er magnifi- ziert auch die»Welt« im Guten und im Bösen, und leider auch sich selber: im Guten und im Bösen, und beides ist nicht recht.
Wir sagen, daß der Geist Gottes in einem Men- schen Wohnung nehme, und wir sagen, daß ein Mensch vom Geiste des Bösen, von Dämonen besessen werde; wir sagen nicht umgekehrt und betonen durch diese Unterscheidung das Moment der Freiheit, die durch die Einwohnung des Gei- stes Gottes einem Menschen erst recht in erhöh- tem Maße gegeben wird, während die Besessen- heit die vollendete Knechtschaft ist.
So sind meine Nächte: im Anfang ist alles dürr und trocken, und kein Tropfen scheint meine Zunge mehr erquicken zu wollen. Dann springt irgendwoher ein Bächlein, und bald rauschen viele Wasser, und das Becken reicht nicht, sie zu fassen.
Laß niemals von Gott ! Liebe Ihn! Wenn du das im Augenblick nicht kannst, dann streite mit Ihm, klage Ihn an und rechte mit Ihm wie Hiob , ja, wenn du das kannst, lästere Ihn, aber- laß Ihn nie! Sonst wirst du zum lächerlichsten Lap- pen und, das Schrecklichste, du wirst es selber gar nicht merken.
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