macht und davon getrennt von der Allmacht Gottes, die ihrer nicht spotten läßt, die über jene Macht» lacht, die doch meine Seele und meinen Leib plagt soweit es Gott zu meinem Heil zuläßt. O Herr, mein Gott, erbarme Dich meiner und meiner Gedanken, daß diese nicht ihre Klarheit in Deinem Lichte verlieren!
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Gibt es etwas Verständlicheres, als daß einer wegen Hitler den Glauben an Gott verliert?- Unsinn! Es gibt nichts Unverständlicheres, als daß einer wegen eines solchen Nichts den Glauben an Gott verlieren kann!- Nun, mein Freund, zunächst einmal: es haben ihn schon viele verloren. Eine einfache Tatsache. Unsinn! sage ich; sie haben den Glauben nie gehabt, und man kann nicht etwas verlieren, was man gar nicht hat.- Nun, wenn Sie die Sache so ansehen, hört natürlich die Diskussion auf. Packen wir die Sache anders an! Sackgassen verlasse ich auf der Stelle. Sie äußern sich entrüstet über die Möglichkeit, daß einer um eines Schmutzes wie Hitler willen [ in diesem Urteil sind wir absolut einig] den Glauben an Gott verlieren könne. Aber nun frage ich Sie, was ist denn leichter oder verständlicher: den Glauben an Gott zu verlieren, wenn im groBen und ganzen doch das Gute herrscht und das Edle, oder wenn, wie doch zweifellos in diesem Augenblick und wahrlich schon vorher, das Böse und das Gemeine triumphieren?- Sie sprechen nun überhaupt nicht vom» Glauben«[ ich habe nie behauptet, daß der Glaube leicht sei!], Sie sprechen vom menschlichen Verstand und von menschlicher Wahrscheinlichkeit; und dann haben Sie natürlich recht: es ist keine Kunst, an
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