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Tag- und Nachtbücher : 1939 - 1945 / Theodor Haecker ; mit einem Vorwort herausgegeben von Heinrich Wild
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tun, nach seiner Verheißung, aber die Abwendung dieser Versuchung, in die uns, im Gegensatz zu allem anderen, Gott selber führen könnte, ist in die große Welt des Gebetes aufgenommen:» Führe uns nicht in Versuchung!« Zeige Dich! Daß Deine Mühlen nicht zu langsam mahlen! Zeige Deine Liebe und Deine Gerechtigkeit! Laß niemand zweifeln, daß Du der Herr bist, laß keinen ver­zweifeln! Ps. 42.

Die erste Erfassung der Welt und der Dinge durch die menschlichen Sinne und den menschlichen Ver­stand ist noch lange nicht erforscht. Wir erfassen sehr viel, zumal als Ganzes, das analysiert wer­den muß, nicht aber konstruiert, was zu den schwersten Irrtümern führen kann. Ohne irgend­eine Voraussetzung kann keine Forschung be­ginnen. Hier ist die Voraussetzung, erstens, daß in dem Gegebenen sehr viel mehr enthalten ist, als es auf den ersten Blick scheint. Also keine voreilige Vereinfachung! Zweitens, daß das Ge­gebene hierarchisch geordnet ist; drittens, daß die Verbindung der Teile zu einem Ganzen geheim­nisvoll ist.

Es gibt keinen Kriegsgott mehr und also kein Kriegsglück! Mars und Fortuna sind ausgeschal­tet durch die Einschaltung einer Maschine, deren Wirkung bis auf Teilstriche berechnet ist. Durch die Enthumanisierung des Menschen wird die Fehlleistung der Maschine so reduziert, daß sie praktisch vernachlässigt werden kann.» Führe uns nicht in Versuchung!<<

Die Blüte eines edlen Kirschbaumes ist ebenso un­mittelbar und unzusammengesetzt in unteilbarer

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