hinab, schmerzhafteste Minute, wenn der Tote mit seinem Gewicht an den Stricken reißt, sich losreißt von den Lebenden in die Tiefe, und schon sprach der Pfarrer:
... und so vertraue ich die Seele des hier ruhenden... des hier ruhenden..."
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verdutzt hielt er inne. Wie ein erschreckter Schlafwandler blickte er auf- die Bestürzung malte sich deutlich auf seinem Gesicht hilflos starrte er zurück ins Gebetbuch, dann wieder hoch, seine Augen wanderten suchend in der Runde und blieben fragend beim Truppführer hängen. Der stand, die Mütze lässig in der Hand, unbeweglich, als hätte er den peinlichen Zwischenfall überhaupt nicht bemerkt und blickte interessiert ins Moor hinaus, wo die gebückten Gestalten der holzschleppenden Gefangenen zu sehen waren.
... des hier ruhenden-", stotterte der Pfarrer nochmals, sammelte sich und fuhr fort: ,, des hier Ruhenden der Nachsicht und Barmherzigkeit des Allmächtigen...", und weiter floß der Strom in vertrauter Bahn.
Als er gesegnet, geweiht und Erde gestreut hatte, wandte er sich schnell um und ging, von den Meẞbuben gefolgt, davon.
Zurück blieben die Gefangenen, vier Mann an jeder Seite der Grube, und der Truppführer, der sich, sichtlich erleichtert, daß alles vorüber war, die Mütze über den Kopf zog.
,, Zuschaufeln!"
In der Sekunde, in der sich der Schreiner um
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