schwarzes Wasser hochstieg und die Füße überfloẞ. Hinter dem Sarg schritt der Pfarrer. In sein Gebet versunken, erblickte er die überschwemmten Bohlen, zauderte, blickte unschlüssig auf, raffte seinen langen Rock hoch und hüpfte mit drei unfeierlichen Sprüngen auf die Schonung. Dann kamen die beiden anderen Jungen, die Strickträger und schließlich der Truppführer.
Die Strickträger zogen darauf zwei von den Bohlen ein, wie den Landsteg eines abfahrenden Schiffes, und legten sie quer über die Grube, damit die Träger den Sarg darauf abstellen konnten.
Der Priester begann sein Gebet. Die Gefangenen hatten währenddessen die Stricke um beide Sargenden geschlungen und standen, vier Mann an jeder Seite, zum Herablassen bereit.
Der stärker strömende Regen veranlaßte den Geistlichen, die Feier zu beschleunigen. Mit seinem breiten Ärmel schützte er das offene Buch, schneller flossen die Worte aus seinem Mund, und die langgezogenen, singenden Töne folgten einander in Eile.
Gespannt und aufmerksam beobachteten die Gefangenen das Zeremoniell. Jetzt mußte, irgendwann einmal, im mechanischen, gleichmäßigen Strom seiner Rede der Name aufleuchten, der Name des toten Genossen, mit einem Schlag würde er hervortreten aus dem Dunkel seiner Namenlosigkeit und sagen: Das war ich, erinnert euch meiner, wenn ihr der Toten gedenkt.
Auf ein Zeichen des Priesters ließen sie den Sarg
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