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gräben auszuheben. Aber benutzt worden sind sie nie, schon deshalb nicht, weil unsere Posten bei einem Angriff zuerst ihr eigenes Leben in Sicherheit brachten und folglich niemals genug vorhanden waren, uns ordnungsgemäß zu bewachen.
Noch übler für uns alle waren die Angriffe der Tiefflieger. Fast täglich war ein Arbeitskommando an der Bahn mit dem Entladen der Waggons beschäftigt. Da hieß es nun auf der Hut zu sein. Die reisende Bevölkerung mußte, in den Zügen eingepfercht, manchen Verlust hinnehmen, während es unseren Leuten noch immer gelang, rechtzeitig in Deckung zu gehen. Wir hatten keine Ausfälle, aber viele klopfende Herzen...
Es war August geworden. Unsere Arbeit neigte sich ihrem Ende zu. Ein Stück Wasserleitung sollte noch gelegt und eine letzte Baracke gebaut werden. Die SS war mit Blindheit geschlagen. Wir wußten längst über den Lehrer und den Tischlermeister, daß die Front kaum noch hundert Kilometer entfernt war und täglich näher rückte. Hin und wieder wagten wir es schon auszusprechen, daß der Krieg zu Ende gehe, aber alles, was Totenköpfe an der Mütze und SS- Runen am Kragenspiegel trug, lachte uns aus: Nie werden sie kommen!
Und so dämmerte der letzte Tag in Pelters. Eines morgens kam der Befehl, daß die begonnene Baracke bis sechs Uhr abends fertig sein müsse, außerdem seien einige Waggons an der Bahn zu beladen. Das Kommando wurde geteilt. Es war warm, die Sommersonne brannte unbarmherzig das aufgerissene Land
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